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Mehr als zwei Millionen Versuchstiere in Deutschland

Tierversuche

Die Zahl der Versuchstiere steigt weiter und liegt inzwischen bei mehr als zwei Millionen. So lautet die die jüngste Bilanz des Tierschutzberichts der Bundesregierung. Damit sei erstmals seit Anfang der 90er Jahre die Zahl der Versuchstiere wieder auf mehr als zwei Millionen gesteigen, so das Ergebnis des am Mittwoch in Berlin vorgelegten Berichts. Tiere würden immer noch in zu kleinen Ställen gehalten, unter schlechten Bedingungen transportiert und ohne Grund gequält. Eine große Zahl würde immer noch Opfer von Versuchen im Dienste von Wissenschaft und Forschung.

Der Entwicklung etwa durch alternative Testmethoden Einhalt zu gebieten, sei "nicht einfach", so Landwirtschaftsministerin Renate Künast. Nachdem die Zahl der Versuchstiere seit Ende der 80er Jahre stetig gesunken wäre, steige sie seit nunmehr fünf Jahren wieder an. Ein Ende des Trends sei nicht zu erwarten, im Gegenteil: Europaweit drohe künftig sogar noch mehr Tieren das Versuchslabor. Grund sei die neue EU-Chemikalienpolitik, die noch in diesem Jahr verabschiedet werden soll.

Künast bezeichnete diese Pläne als „kleines Problem“. Für tausende Stoffe müsse die chemische Industrie in den kommenden Jahren nach den EU-Plänen neue toxikologische Untersuchungen nachweisen, die zwar im Dienste des Umweltschutzes wären, aber zu Lasten von Versuchstieren gingen. Eigentlich sollten die Tests ohne Tierversuche auskommen, so der Tierschutzbericht, doch bisher stünden nur wenige tierversuchsfreie Alternativen zur Verfügung.

Derweil fordert der Deutsche Tierschutzbund ein Ende der Versuche an Primaten. Mehr als 2000 der nächsten Verwandten des Menschen wurden in Deutschland alleine im Jahr 2001 Opfer von Versuchen so der Tierschutzbund. EU-weit seien es sogar mehr als 10.000 Affen im Jahr.

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