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Hat das Duale System Deutschland Wirtschaftsminister Schommer bestochen?

"Beratervertrag"

Das Duale System Deutschland (DSD) steht unter dem Verdacht, den sächsischen Ex-Wirtschaftsminister Kajo Schommer (CDU) bezahlt zu haben. Er soll 2002 insgesamt 600.000 Euro als Berater vom Dualen System Deutschland (DSD) erhalten haben, ohne eine Gegenleistung zu erbringen. Nach Angaben von Claus Bogner, Chef der sächsischen Anti-Korruptionseinheit INES, wird gegen den 65-Jährigen wegen Beihilfe zur Untreue ermittelt. Bogner unterstrich am Mittwoch in Dresden, der Vertrag mit dem "Grünen Punkt" sei erst kurze Zeit nach dem Ausscheiden Schommers aus der Regierung im April 2002 zustande gekommen. Die Ermittlungen beziehen sich somit nicht auf seine Zeit als Minister. Schommer wies die Vorwürfe als "absurd" zurück.

Der Hauptverdächtige ist nach Angaben Bogners der damalige DSD-Vorstandschef Wolfram Brück. Brück, gegen den wegen des Verdachts der Untreue ermittelt wird, soll mit dem ehemaligen Minister im Mai 2002 einen Beratervertrag abgeschlossen haben, der für Schommer über drei Jahre jährlich 200.000 Euro vorsah. Nur sieben Monate später sei der Vertrag einvernehmlich aufgelöst worden. Brück war zum 1. Januar 2003 nach elfjähriger Amtszeit in den Ruhestand gegangen. Schommer soll den Ermittlungen zufolge jedoch die vollen 600.000 Euro erhalten haben.

Laut Bogner besteht der Verdacht, dass der Ex-Politiker von Anfang an nur einige politische Termine wahrnahm, nicht jedoch die vertragliche Beratungsleistung lieferte. Schommer war von November 1990 bis April 2002 Wirtschaftsminister in Sachsen . Mit dem Rücktritt von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf (CDU) zog er sich aus der Politik zurück und arbeitete als freiberuflicher Unternehmensberater.

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