"Jeder Mensch ist zum Bild Gottes geschaffen"

Diakonie unterstützt Menschenrechte in Medizin und Pflege

Die Diakonie begrüßt die erneute Einsetzung einer Enquête-Kommission 'Ethik und Recht der modernen Medizin'. In einer Dokumentation unter dem Titel "Jeder Mensch ist zum Bild Gottes geschaffen" fasst sie die Ergebnisse ihrer intensiven Auseinandersetzung mit den Empfehlungen der Enquete-Kommission der letzten Legislaturperiode zusammen. Der evangelische Wohlfahrtverband schließt sich darin den meisten Empfehlungen des Schlussberichts der Enquete-Kommission an. Wichtige Themen für die Weiterarbeit sind die Fragen der Sterbebegleitung und Sterbehilfe, die Weiterentwicklung der Transplantationsmedizin und die Herausforderungen einer altersgerechten Medizin.

Auftrag des Verbandes ist es, alten, schwachen und kranken Menschen zu helfen und ihnen Gehör zu verschaffen. Zum Willen zu heilen gehört die Bejahung eines Fortschritts nach menschlichem Maß. "Allerdings erinnert uns die Unterscheidung von Heilung und Heil an die Grenzen des Verfügbaren und die Angewiesenheit des Menschen auf Begleitung und Nähe, die über medizinische Intervention hinaus gehen", so der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD Jürgen Gohde.

Die Diakonie lehnt eine Forschung an nicht einwilligungsfähigen Menschen ohne therapeutischen Nutzen ab. Sie sieht die Herausforderung, therapeutische Angebote für Menschen zu entwickeln, die nicht in der Lage sind, ihre persönlichen Einwilligung im Forschungsprozess zu geben. Die Diakonie begrüßt die neue Initiative des Bundestages für ein internationales Verbot des Klonens menschlicher Embryonen. Sie fordert die Bundesregierung auf, sich für eine Umsetzung der Initiative mit Nachdruck einzusetzen.

Therapeutisches und reproduktives Klonen sind über weite Strecken identische Verfahren, bei denen menschliche Embryonen instrumentalisiert werden und letztlich Warencharakter erhalten.

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