Tierschutz

Hoffnung auf baldiges Ende der Affenmisshandlung in Münster

"Wir begrüßen die schnelle Reaktion von Bärbel Höhn auf die Missstände im Versuchstierlabor." Mit diesen Worten kommentierte Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, die Mitteilung des NRW-Umweltministeriums, gegen das Tierversuchslabor Covance, ein Widerrufsverfahren der Erlaubnis zur Haltung von Versuchstieren einzuleiten. Convace ist eines der größten Affenversuchslabors weltweit, das auch für namhafte deutsche Pharma- und Chemiekonzerne Tierversuche durchführt. "Mit der Einleitung des Widerrufsverfahrens und mit der Forderung einer kontinuierlichen Videoüberwachung hat Ministerin Höhn konkrete Maßnahmen ergriffen, um weitere Misshandlungen und Quälereien von Tieren zu unterbinden."

Dieses Vorgehen entspreche genau den Forderungen, die der Deutsche Tierschutzbund nach Bekanntwerden der Missstände erhoben hat. "Wir hoffen sehr, dass diese behördlichen Schritte zusammen mit der unverzüglich vom Deutschen Tierschutzbund gestellten Strafanzeige gegen Covance zu einem baldigen Erfolg führen werden.", sagte Apel.

Wegen massiver Misshandlungen an Rhesusaffen und Makaken hat der Deutsche Tierschutzbund gegen die Betreiber der Firma Covance Strafanzeige gestellt. Zugleich hat er die Aufsichtsbehörde in Münster und die nordrhein-westfälische Landesregierung aufgefordert, die Versuchsanlagen der Firma zu überprüfen und gegebenenfalls stillzulegen. "Wir freuen uns, dass Landesministerin Höhn den Tierschutz ernst nimmt und dem Staatsziel Tierschutz durch ihr Handeln Rechnung trägt. Tierquälereien, wie sie in den heimlich gemachten Aufnahmen gezeigt wurden, müssen vom Gesetzgeber ernst genommen werden. Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten - wonach es jetzt aussieht - muss der Strafrahmen in diesem Falle ausgeschöpft werden", fordert Apel.

Durch das Handeln der Ministerin nimmt auch die vom Deutschen Tierschutzbund gegen Covance ergangene Strafanzeige an Bedeutung zu. "Das Vorgehen des NRW-Landesministeriums macht deutlich, wie gravierend diese Missstände einzustufen sind", so Apel. "Wir fühlen uns in unserer Forderung nach sofortiger Schließung der Labors und nach einer angemessen harten Bestrafung der Verantwortlichen bestätigt." Mit den jetzt ergriffenen Maßnahmen hat das Ministerium auf die unbeschreiblichen Missstände reagiert, die in der vergangenen Woche durch einen Fernsehbeitrag des ZDF-Magazins Frontal 21 aufgedeckt wurden.

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