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Hilfe zur Selbsthilfe für irakische Wissenschaftler

Minderheiten schützen

Beim Wiederaufbau des Irak helfen auch deutsche Wissenschaftler mit: In einem Kurs für zehn von der deutschen Vertretung ausgewählte irakische Wissenschaftler unterrichtet Dr. Hans-Joachim Heintze (Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der RUB, IFHV) über Minderheitenschutz. Dieses Seminar ist eines von fünf, die ab dem 10. Februar in Berlin stattfinden. Mit aktuellen Erkenntnissen aus Politikwissenschaft und Völkerrecht will man Möglichkeiten diskutieren, wie multiethnische Konflikte in dem vom Krieg gezeichneten Land gelöst werden können.

Der Kurs ist Teil der von der Bundesregierung zugesagten Hilfe für den Wiederaufbau des Irak. Ziel ist es, die lange Zeit vom internationalen Wissenschaftsbetrieb ausgeschlossenen irakischen Wissenschaftler mit verschiedenen Modellen für die staatsorganisatorische Gestaltung von multiethnischen Gesellschaften vertraut zu machen. Damit sollen die irakischen Universitäten in den Stand versetzt werden, aktiv an einer neuen Nachkriegsordnung mitzuwirken.

Als Beispiel dienen auch die Erfahrungen der Deutschen, wie sie den Zweiten Weltkrieg und die Hitlerdiktatur überwunden haben. Dr. Heintze vom IFHV wird zwei Veranstaltungen zum Minderheitenschutz in Berlin durchführen. Sie handeln davon, wie ethnische Konflikte mit Hilfe von Autonomie- und Föderalismusregelungen gemildert werden können. Ethnische Konflikte spielen im Irak eine große Rolle, da die Bevölkerungsgruppen der Schiiten, Sunniten und Kurden in der Vergangenheit zumeist nicht friedlich zusammengelebt haben.

Das IFHV wurde 1988 vom Bochumer Völkerrechtler Prof. Knut Ipsen gegründet. Die beteiligten Wissenschaftler bearbeiten Fragen des Völkerrechts in Kriegen und bewaffneten Konflikten und bilden in interdisziplinären Studiengängen "Humanitäre Hilfe" und "Menschenrechte und Demokratisierung" unter anderem Helfer für "Blauhelmeinsätze" aus. Sie kooperieren dabei mit mehreren Universitäten europäischer Länder. Das IFHV ist auch mit einem Büro in Den Haag am Internationalen Gerichtshof vertreten.

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