Betroffene gesucht

Verbraucherzentrale will gesetzliches Recht auf Girokonto

Nach Informationen der Verbraucherzentrale Sachsen erhalten immer mehr Menschen kein Girokonto, weil sie finanzielle Probleme haben. Dieses sei heutzutage jedoch oftmals wichtig, da gerade Menschen mit weniger Geld es sich nicht leisten könnten, ihre Geschäfte per Barüberweisung zu führen. Für Bareinzahlungen berechnen die Banken üblicherweise hohe Gebühren. Die Verbraucherschützer riefen am Montag Betroffene dazu auf, sich an einer aktuellen Studie zu beteiligen und kündigten an, sich gemeinsam mit ihnen für ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Girokonto einzusetzen.

"Wir rufen die von Kontolosigkeit betroffenen oder bedrohten Personen auf, sich in der Verbraucherzentrale Sachsen zu melden und sich an der noch bis zum 30. September 2005 laufenden Erfassung von Problemfällen zu beteiligen", sagte Andrea Günther, Schuldnerberaterin in Leipzig.

Laut Verbraucherzentrale Sachsen halten Bankenvertreter die bestehenden Regelungen für ausreichend. Verbraucherschicksale belegten aber das Gegenteil.

Bereits vor Jahren haben sich die Banken verpflichtet, jedermann ein Girokonto auf Guthabenbasis einzurichten. Mehrfach schon gab es Beschwerden, dass Menschen mit negativen Schufa-Einträgen nicht nur kein normales Girokonto, sondern nicht einmal ein Konto auf Guthaben-Basis erhalten.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!