Bahn statt Auto

Hohe Benzin-Preise führen zu Umdenken bei Autofahrern

Wegen der hohen Spritpreise können sich viele Autofahrer vor allem in den Städten vorstellen, auf Busse und Bahnen umzusteigen. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) glauben 65 Prozent der Bundesbürger, dass im Zuge steigender Spritpreise die Bedeutung des öffentlichen Nahverkehrs zunehmen wird, wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete. 32 Prozent der Autofahrer können es sich wegen der hohen Spritpreise vorstellen, in Zukunft häufiger mit Bus und Bahn zu fahren.

Bei den Großstädtern sind es dem Blatt zufolge sogar 42 Prozent. Ihr Auto stehen lassen würden diese Autofahrer am ehesten fürs Einkaufen (60 Prozent), für Freizeitaktivitäten wie Sport, Kino und Theater (51 Prozent) sowie Besuche bei Freunden und Bekannten (51 Prozent). Fast ein Viertel (23 Prozent) der Autofahrer mit einem Nettoeinkommen weniger als 1000 Euro pro Monat fährt heute schon wegen der hohen Spritpreise häufiger mit Bus und Bahn.

VDV-Präsident Günter Elste sagte, er sehe ein großes Sparpotenzial für Fahrgäste von Bus und Bahn. "Wer aus dem Hamburger Umland täglich 28 Kilometer zur Arbeit in die Stadt und dieselbe Strecke wieder zurückfährt, spart mit einer ÖPNV-Jahreskarte im Vergleich zum Pkw über 900 Euro jährlich", sagte Elste. Der Druck zum Umsteigen und Sparen erhöhe sich, denn die Kürzung der Pendlerpauschale werde das Autofahren ab 2007 noch teurer machen.

Erst am Wochenende hatte die Deutsche Bahn ihre Fahrpreise um rund drei Prozent erhöht. Dafür führte sie eine spezielle BahnCard für Jugendliche ein, die für nur zehn Euro 25 Prozent Rabatt bietet.

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