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Pischetsrieder verspricht statt 3-Liter-Auto eine "nachhaltige Mobilität"

Schreiben an BUND

VW-Chef Bernd Pischetsrieder hat zwar "eine verstärkte Ausrichtung des Volkswagen-Konzerns auf nachhaltige Mobilität und Zukunftsfähigkeit", nicht aber die Produktion eines von Umweltverbänden geforderten 3-Liter Autos angekündigt. Die Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Angelika Zahrnt, hatte in einem Schreiben an Pischetsrieder "entscheidende Korrekturen der Konzern­strate­gie" und die Produktion von 3-Liter statt 15-Liter-Autos verlangt. In seinem Antwortschreiben an den BUND verspricht Pischetsrieders jetzt lediglich, den Verbrauchsdurchschnitt der VW-Fahrzeuge künftig senken zu wollen. "Wir werden in Zukunft jedes Modell im Volkswagen-Konzern so entwickeln, dass es weniger Sprit verbraucht als sein Vorgänger", so Pischetsrieder.

Die BUND-Vorsitzende gab sich dennoch optimistisch: "Wir nehmen VW beim Wort." Mehr Klimaschutz sei auch die Aufgabe der anderen Autohersteller. "Was wollen BMW, Daimler-Chrysler, Porsche, Ford und Opel tun, um den Herausforderungen der Klimaerwärmung und der Ressourcenverknappung zu begegnen?", fragt Zahrnt.

Vor dem Hintergrund der in Bonn tagenden Klimaschutzkonferenz dürften sich die deutschen Autohersteller nicht länger "bequem abseits halten". Sie hätten "die Pflicht, sich zu ihrer Verantwortung für den Schutz des globalen Klimas zu bekennen und entsprechend zu handeln", so Zahrnt.

Der BUND forderte Pischetsrieder auf, die mangelnde Akzeptanz umweltfreundlicher PKW nicht länger den Kunden und Politikern in die Schuhe zu schieben. Auch das von Pischetsrieder dem Kunden untergeschobene Interesse, Autos erwerben zu wollen, die "Fahrdynamik" vermittelten, sei inakzeptabel. Verantwortlich für die Ansprache der Kunden seien auch die Werbebotschaften der Hersteller, die auf immer schnellere, übermotorisierte und stärkere Fahrzeuge ausgerichtet seien.

Die Aussage des VW-Chefs, kein Unternehmen könne langfristig erfolgreich sein, wenn es die Kundenorientierung nicht vorrangig bewerte, stimmt nach Auffassung des BUND nicht. Zu einer wirklichen Kundenorientierung gehöre die gleichrangige Ausrichtung der Fahrzeugstrategie auf den Schutz der Umwelt und der Ressourcen. Ein Unternehmen sei nur dann erfolgreich, wenn es hier die notwendigen Innovationen voranbringe.

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