Erdölinteressen im Kaukasus
NATO, EU und Russland proben den Kalten Krieg in Georgien
Nachdem die NATO schon zahllose, einst unter russischem Einfluss stehende osteuropäische Staaten in das Militärbündnis aufgenommen hat, will die russische Regierung nun verhindern, dass die NATO durch ein mögliches Neu-Mitglied Georgien sogar bis in den erdölreichen Kaukasus vorrückt.
Der Konflikt erreicht einen neuen Siedepunkt, als die NATO über den Beitritt Georgiens beriet und sich das Kosovo unter breiter Zustimmung des Westens von Serbien lossagte. So forderte das russische Parlament nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo die Anerkennung Abchasiens und Südossetiens. Als die NATO-Verteidigungsminister in Brüssel über den Beitrittswunsch Georgiens in das Bündnis diskutierten, hob Russland Wirtschaftssanktionen gegen Abchasien auf. Beim NATO-Gipfel in Bukarest wurde Georgien der Beitritt in Aussicht gestellt. 14 Tage später wies Putin seine Ministerien an, Beziehungen zu den Behörden Südossetiens und Abchasiens aufzunehmen. Diese fordern immer vehementer ihre Anerkennung als unabhängige Staaten.
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