"Erdbebengefährdete Südküste"
Ärzte kritisieren geplanten Bau von Atomkraftwerken in der Türkei
Unterstützt wurde sie dabei von der IPPNW und dem deutschen Physiker Alfred Körblein, der in Istanbul die Ergebnisse der Studie über Kinderkrebs um deutsche Atomkraftwerke (KIKK-Studie) vorgestellt hat. Körblein hat in den letzten Jahren Untersuchungen zur Niedrigstrahlung in Deutschland, zu Folgen der Tschernobyl-Katastrophe und zu erhöhten Kinderkrebsraten im Umkreis bayrischer Atomkraftwerke durchgeführt.
Die IPPNW-Vorsitzende verweist auf die Studie zum Thema Kinderkrebs um Atomkraftwerke. Diese so genannte KiKK-Studie habe "bewiesen, je näher ein Kind an einem Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist für das Kind die Gefahr an Krebs oder Leukämie zu erkranken". Dieses wissenschaftlich anerkannte Ergebnis sei ein klares Signal für die türkische Bevölkerung, die dem Bau von Atomkraftwerken sehr kritisch gegenüber stehe.
Seit dem Super-Gau von Tschernobyl, dessen Strahlung insbesondere die Regionen an der türkischen Schwarzmeerküste getroffen habe, sei die Angst vor neuen Krebsfällen in der Bevölkerung hoch, so Claußen. Die türkische Regierung habe damals sehr ignorant reagiert: "Sie lehnte es ab, das Ausmaß der Strahlenbelastung durch die Tschernobyl-Katastrophe überhaupt wissenschaftlich untersuchen zu lassen."
Als Lösung für den steigenden Energiebedarf der Türkei verweist Claußen auf das hohe Sonnenenergiepotential des Landes, "das es zügig auszubauen und zu fördern gilt. Die Modernisierung der maroden Stromversorgungsleitungen wäre zudem ein schneller erster Schritt zur Lösung der Energieprobleme."
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Am 17. Sep. 2008 unter:
politikStichworte:
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