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Lafontaine kritisiert "dilettantisches" Vorgehen der Regierung

Finanzmarktkrise

Ex-Finanzminister und Linke-Chef Oskar Lafontaine hat das Vorgehen der Bundesregierung in der Finanzmarktkrise scharf kritisiert. Er sei "bestürzt" darüber, auf welche Weise Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) ihre Garantieerklärung vorgetragen hätten. Von der Bundesregierung seien unterschiedliche Zahlen genannt worden, in welcher Höhe die Ersparnisse garantiert werden sollten. Dies dürfe "wirklich nicht passieren", sagte Lafontaine am Dienstag (7. Oktober) vor einer Sitzung der Links-Fraktion in Berlin. Die Vorgehensweise der Regierung sei "ziemlich dilettantisch". Auch könne niemand sagen, wie die Bundesregierung ihre Zusage absichern wolle.

Mit Blick auf den Finanzminister kritisierte Lafontaine zudem, wenn der Ressortchef damit zitiert werde, "sich nicht hätte vorstellen zu können, dass die Schwierigkeiten einer Bank in Island auf Deutschland übergreifen", sei er "für das Amt nicht geeignet, weil er die er die Systemzusammenhänge des internationalen Finanzmarktes offensichtlich nicht erfasst".

Lafontaine forderte, als eine Reaktion auf die internationale Finanzmarktkrise sei ein "konjunkturelles Gegensteuern" nun "unbedingt geboten". Andernfalls werde "der eine oder andere überrascht sein" vom Ausmaß der sich abzeichnenden Rezession.

Notwendig seien unter anderem "Zinsmaßnahmen" sowie eine andere Lohnpolitik. Eine Politik der Lohnzurückhaltung wäre "das Fatalste in der jetzigen Situation", so Lafontaine.

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