"Globale Islamische Medienfront"

Anti-Terror-Razzia in vier Bundesländern

Mit einer großangelegten Razzia hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag (25. November) in vier Bundesländern Wohnungen von angeblichen "Terrorverdächtigen" durchsuchen lassen. Im baden-württembergischen Biberach und in Schlangen in Nordrhein-Westfalen wurden zwei Männer festgenommen. Dabei handele es sich um den 26-jährigen Deutschen Daniel P. und den 23-jährigen Deutschen Harun Can A., teilte die Bundesanwaltschaft am Nachmittag in Karlsruhe mit.

Ein weiterer Haftbefehl richte sich gegen den 19-jährigen Deutschen Irfan P., der sich bereits in anderer Sache in Untersuchungshaft befinde. Zudem gebe es fünf weitere Beschuldigte.

Die Razzia erfolgte in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Bremen. Insgesamt seien zwölf Objekte in Biberach, Laupheim, Augsburg, Weiden in der Oberpfalz, Lohmar, Schlangen, Düsseldorf und Bremen durchsucht worden, darunter ein Vereinsheim in Bremen.

Die Beschuldigten seien dringend verdächtig, für mehrere deutschsprachige Internetseiten mit der Bezeichnung "Globale Islamische Medienfront" (GIMF) verantwortlich zu sein. Damit hätten sie die Terrororganisation Al-Qaida unterstützt und um Mitglieder geworben. Auf den Internetseiten der deutschsprachigen "GIMF" seien Videofilme, Botschaften und anderes Propagandamaterial von Al-Qaida veröffentlicht und über Links zugänglich gemacht worden.

In den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte die deutschsprachige "GIMF" durch die bislang zweimalige Veröffentlichung von selbst erstellten Videobotschaften in deutscher Sprache. Darin wurden die Regierungen von Deutschland und Österreich zum Abzug ihrer Soldaten aus Afghanistan aufgefordert.

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