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Risiken der Grünen Gentechnik werden verschwiegen

Änderung des Gentechnikgesetzes

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft der Bundesregierung vor, die Risiken der Gentechnik in der Landwirtschaft bewusst zu verschweigen. "Über Grüne Gentechnik wird einfach nicht gesprochen", bemängelt Gentechnik-Experte Christoph. Zwar hätten die Gefahren der Genforschung an menschlichen Embryonen eine "andere Qualität", doch auch bei gentechnisch veränderten Pflanzen sei "das Risiko nicht kalkulierbar". Bei der derzeitigen Debatte um die Gentechnik würden aber "aktuelle Themen" wie die anstehende Änderung des Gentechnikgesetzes und Entscheidungen über die Zulassung von Gen-Mais nicht berücksichtigt. "Das ist politisch so gewollt", kritisierte der Greenpeace-Experte im Interview mit der Nachrichtenagentur ddp.

Then betonte, auch bei der Grünen Gentechnik spiele die Moral neben der Sicherheit für die Verbrauchen eine wichtige Rolle. So sei fraglich, ob die Forscher die Natur "nach den Maßstäben der Konzerne umbauen dürfen". Schließlich stünden sich die Interessen der Konzerne und die Gesundheit der Bevölkerung gegenüber. Die Zulassung von Gen-Mais sei ein "Großversuch am Verbraucher", mahnte er.

Das Bundesverbraucherschutzministerium habe jetzt keine Chance mehr herauszubekommen, wo die 30 Tonnen Mais ausgesät wurden, befürchtet Then. Die Saatguthersteller müssten den Verkauf nämlich nicht dokumentieren. Das sei eine "merkwürdige Geschichte", weil nun keine Möglichkeit mehr bestehe, angrenzende Felder zu schützen.

Der Greenpeace-Experte stellt zugleich klar, dass viele Landwirte gentechnisch veränderte Pflanzen ablehnten. "Die Bauern sagen: das können wir nicht gebrauchen." Von den 500 Hektar, auf denen 1999 der Anbau von Gen-Pflanzern erlaubt war, sei nur die Hälfte genutzt worden. "Und das Interesse der Landwirte ist nicht gewachsen", fügte er hinzu.

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