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Neues BMW-Werk entsteht in Leipzig

Bayrische Motorenwerke

Leipzig wird Standort des neuen BMW-Werks. Das teilte der Automobilhersteller am Mittwoch in München mit. Damit setzte sich die sächsische Stadt gegen die konkurrierenden Städte Schwerin, Augsburg, Kollin in Tschechien und Arras in Frankreich durch. In dem neuen Werk sollen nach Unternehmensangaben ab 2004 täglich etwa 600 Fahrzeuge der 3er-Reihe vom Band rollen, nachdem im Werk Regensburg die Kapazitäten für den Bau der neuen 1er-Reihe benötigt würden. An dem neuen Standort sollen bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Zur Standortentscheidung von BMW erklärt Bundeskanzler Gerhard Schröder: "Ein guter Tag für Ostdeutschland!" Er sei überzeugt, dass sich der Standort Leipzig/Halle als eine hervorragende Wahl für BMW erweisen werde. Die Bundesregierung habe erst am Dienstag in einem Schreiben an BMW eine Reihe von Maßnahmen in Aussicht gestellt, mit denen die Verkehrsanbindung sowohl für die Region Leipzig/Halle als auch Schwerin verbessert werden soll. Auch nach der Entscheidung für Leipzig/Halle werden wir gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern nach Lösungen suchen, um dort die für Ansiedlungen wichtigen Verkehrsprojekte so vorzuziehen, dass der Standort weiter an Attraktivität gewinnt.

Als "gut für Sachsen und ganz Ostdeutschland" begrüßt die IG Metall die Standortentscheidung von BMW für Leipzig. Der Gewerkschaftsbezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen, Hasso Düvel, rechnet mit mindestens 10.000 neuen Arbeitsplätzen in der gesamten Region. Im Leipziger Werk wolle BMW bis zu 5.000 Arbeitnehmer beschäftigen. Weitere 5.000 Arbeitsplätze erwartet Düvel in der Zulieferindustrie. Am Standort bestehe ein "Fachkräfte-Reservoir". Der Gewerkschaftschef geht nach eigenen Angaben vom Mittwoch davon aus, dass im neuen BMW-Werk nach Flächentarif bezahlt wird.

Die Ansiedlung könne auch einen Aufschwung in Wissenschaft und Forschung nach sich ziehen. Das Land Sachsen solle daher dafür sorgen, dass an den Hochschulen Kapazitäten für die Entwicklung der Automobilbranche geschaffen werden. Nach Auffassung Düvels trägt die BMW-Entscheidung dazu bei, dass Sachsen "endgültig als starker Standort der Automobilindustrie in Deutschland definiert wird". So seien bereits Volkswagen in Mosel, Chemnitz und Dresden sowie Porsche in Leipzig präsent.

Staatsminister Rolf Schwanitz sagte, Die Entscheidung von BMW sei ein klares Signal für den Standort Ostdeutschland und werde zur Angleichung zwischen Ost und West beitragen. Es werde ein neuer industrieller Kern entstehen. "BMW hat eine erstklassige Wahl getroffen. Das Unternehmen findet hier hochqualifizierte und -motivierte Arbeitskräfte, eine moderne Infrastruktur und sehr gute Investitionsförderbedingungen vor." Zudem sei eine hervorragende Nähe zu den Märkten gegeben.

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