Pkw-Zulassungen übertreffen Vorjahreswert

Verkehr

Die Pkw-Zulassungen in Deutschland haben im Februar den Vorjahreswert übertroffen. Zugleich sind die Neubestellungen aus dem In- und Ausland deutlich rückläufig, gab der Verband der Automobilindustrie bekannt. Trotz der rückläufigen Binnennachfrage lagen die Neuanmeldungen im Februar mit 239 000 Pkw um ein Prozent über dem Vorjahresniveau. Jedoch sei dies das schwächste Februar-Ergebnis seit zehn Jahren, betonte der VDA. Nach den ersten beiden Monaten 2002 lagen die Neuzulassungen mit insgesamt 482 400 Pkw ebenfalls ein Prozent über Vorjahresniveau. Bislang hatten sich Experten für 2002 pessimistischer geäußert.

Auf schlechtere Aussichten deuten jedoch nachlassende Aufträge hin. Nachdem die Inlandsorder für Pkw schon im Januar um sechs Prozent unter dem dem Vorjahreswert lagen, schwächten sie sich laut VDA im Februar um 14 Prozent ab. Damit lägen die inländischen Bestellungen nach zwei Monaten um zehn Prozent niedriger als im Vorjahr. Den Rückgang von In- und Auslandsaufträgen zusammengerechnet stehen elf Prozent weniger Bestellungen als vor Jahresfrist zu Buche. Nach den ersten beiden Monaten liegen die Auslandsorders um zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert. Parallel zur schwächeren Nachfrage exportierten die deutschen Hersteller im Februar mit 274 000 Pkw 16 Prozent weniger. Seit Jahresanfang unterschritt das Ausfuhrvolumen mit 565 200 Wagen die Vorjahreszahl um zwölf Prozent.

Angesichts der sinkenden Bestellungen drosselten die deutschen Autobauer die Produktion. Sie sank im Februar um zwölf Prozent auf 406 900 Pkw. Das waren saisonbereinigt drei Prozent weniger. Somit rollten in den ersten beiden Monaten 2001 nur 823 000 Personenwagen von den Bändern, zehn Prozent weniger als ein Jahr zuvor.