Großer Castor-Transport von Ohu durch Bayern genehmigt

Initiative "Energiewende Schwaben"

Seit der Aufdeckung im Mai 98, dass Castoren mit abgebrannten und dadurch tödlich radioaktiven Brennelementen auch außen unzulässig stark strahlten, sind keine Castor-Transporte mehr durch Südbayern gefahren worden. Jetzt wurden dem bei Landshut in Niederbayern gelegenen Kernkraftwerk Isar 2 vom Bundesamt für Strahlenschutz sechs Transporte zur französischen Plutoniumfabrik (WAA) in La Hague an der Kanalküste genehmigt.

In der Vergangenheit führten diese extrem gefährlichen Castor-Transporte anfangs über München, Augsburg, Ulm und Stuttgart nach Frankreich. Nachdem Umweltschützer in Freising, München und Augsburg diese verheimlichten Transporte öffentlich gemacht und scharf die sträflich geringe Abschirmung dieser Extremfrachten kritisiert hatten, wurden ab Mitte der 90er-Jahre bis zum von der damaligen Umweltministerin Angela Merkel verfügten Transportstop im Mai 98 die Ladungen über Regensburg, Nürnberg und Frankfurt nach Westen geführt. Die Transporte sollen bis Ende 2002 erfolgen, ist sogar schon sehr bald mit dem ersten zu rechnen.