Friedliche Globalisierungsgegner

Umwelt Film Festival in Freiburg

Noch bis zum Sonntag läuft das 19. Internationalen Umwelt Film Festivals Ökomedia in Freiburg. Unter dem Motto "Umweltfolgen der Globalisierung" laufen 47 Spiel-, Dokumentar-, Experimental- und Animationsfilme aus elf Ländern. Irene Lucius, Vorstandsvorsitzende des Freiburger Ökomedia Instituts, sagte bei der Eröffnung, die international besetzte Jury habe für das Festival aus über 400 Filmen "die weltweit besten und aktuellsten" Produktionen herausgefiltert. Elf Filme nehmen die Globalisierungsthematik unter die Lupe. Das Filmprogramm will ein Gegenbild zur gängigen Vorstellung von gewaltbereiten, randalierenden Globalisierungsgegnern zeichnen.

Am Eröffnungsabend stellte die ZDF-Produktion "David gegen Goliath" das weltweite Netz friedlicher, politisch arbeitender Globalisierungskritiker vor. Von den Auswirkungen des Tabakkonsums der Ersten Welt auf die Umwelt der Dritten Welt bis zu den Ursachen des Handels mit Affenfleisch werden weitere Filme bis zum Sonntag berichten. Veranstaltet wird das Festival vom Ökomedia Institut, das weltweit Umwelt Film Festivals aufbaut und den Einsatz von Filmen in der Umweltbildung propagiert. Zuletzt konzipierte das Institut das Filmprogramm beim Weltgipfel in Johannesburg. Für das kommende Jahr ist ein Festival in Peking in Planung. Das Freiburger Filmfest findet seit 1984 statt. Acht Filme werden am Samstag in Freiburg ausgezeichnet. "Goldene Luchse" gibt es für die "Beste künstlerische Leistung" und die "Beste journalistische Leistung" sowie in den Kategorien "Bester Naturfilm" und Bester Kinderfilm". Sonder- und Förderpreise vergeben unter anderem die Stadt Freiburg und das Bundesumweltministerium. Im kommenden Jahr wird das Festival unter der Überschrift "Stadt-Umwelten" stehen.