Atommüllbehälter sollen zu stark strahlen

Krümmel/Gorleben

Nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums sollen im Abfalllager Gorleben Behälter mit radioaktiven Abfällen zu stark gestrahlt haben. Die Behälter seien aus dem Atomkraftwerk Krümmel gekommen. Bei fünf von insgesamt acht Behältern seien Kontaminationsgrenzwerte für die Beförderung radioaktiver Stoffe auf der Straße überschritten worden. Es handele sich dabei um "dickwandige Gussbehälter", so genannte Mosaik®-Behälter, die im Brennelementbecken des Kernkraftwerks Krümmel mit radioaktiven Einbauteilen aus dem Reaktorkern beladen worden seien. Die Behälter seien für die Zwischenlagerung im Abfalllager Gorleben der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) vorgesehen.

Die Kontrollmessungen haben laut Umweltministerium ergeben, dass der nach Gefahrgutbeförderungsrecht für Straßentransporte zulässige Grenzwert von 4 Bequerel pro Quadratzentimeter an einigen Stellen der Behälteroberfläche um bis zu 22 Bequerel pro Quadratzentimeter überschritten wurde.

Die Behälter seien in einem zusätzlichen Transportcontainer eingestellt gewesen. Bis auf weiteres habe die GNS den Transport von Behälter aus Krümmel nach Gorleben gestoppt.