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Terre des hommes zieht Bilanz über Wiederaufbau-Arbeiten nach "Tsunami"

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Ein Jahr nach der Tsunami-Katastrophe in Asien, der am 26. Dezember 2004 rund 260.000 Menschen zum Opfer fielen, zog das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk Terre des hommes am Montag eine Zwischenbilanz seines Wiederaufbaus. "Wir haben 12,6 Millionen Euro Spenden für Nothilfe- und Wiederaufbauprogramme erhalten", sagte Pressesprecher Wolf-Christian Ramm. Rund 8,5 Millionen seien seither für Maßnahmen bewilligt worden, die derzeit liefen oder bereits abgeschlossen seien. Davon seien fünf Millionen in Indien eingesetzt worden, weitere drei Millionen in der indonesischen Provinz Aceh und knapp eine halbe Million in Thailand.


"Mit der Hilfe, die wir über unsere einheimischen Partner in Südindien, Aceh und Thailand leisten konnten, sind wir sehr zufrieden. Allerdings wird uns der Wiederaufbau noch Jahre beschäftigen", so Ramm weiter. In den ersten Wochen nach dem Tsunami sei es darum gegangen, die Menschen mit Nothilfe zum Überleben zu versorgen.

Dann habe der Wiederaufbau begonnen: "Allein in Indien wurden mehr als 1.200 Häuser errichtet oder wiederhergestellt, um den Familien zumindest vorläufig eine stabile Unterkunft zu bieten. Rund 1000 Fischerboote konnten repariert werden und sichern den Lebensunterhalt der Fischerfamilien. Schulen wurden wieder aufgebaut, so dass mehr als 18.000 indische Schülerinnen und Schüler wieder regelmäßig Unterricht erhalten."

In Aceh, wo die Flutwelle die schwersten Verwüstungen und die meisten Todesopfer zurückgelassen habe, führte Terre des hommes "ein umfangreiches Hausbauprogramm" durch. Fast 200 Häuser seien fertiggestellt, weitere 550 seien im Bau oder in Planung. Durch offene rechtliche Fragen und langwierige Genehmigungsverfahren sei allerdings der Start der Baumaßnahmen vielerorts verzögert worden.

Ein Schwerpunkt der Arbeit sei die psychosoziale Hilfe für Kinder, die durch den Schock der Flutwelle traumatisiert seien und ihre Erlebnisse nicht ohne fremde Hilfe überwinden könnten.

Ferner setze sich Terre des hommes gemeinsam mit seinen Partnern speziell für die Rechte der Dorfgemeinschaften ein, um zu verhindern, dass Fischergemeinden von der Küste ins Hinterland abgedrängt und ihre Interessen gegenüber denen der Tourismus-Industrie zurückstehen müssten. Ziel der Programme von Terre des hommes sei es, den Menschen langfristige Perspektiven zu eröffnen und sie bei der Wiedergewinnung und Sicherung ihrer Lebensgrundlagen und ihrer Einkommensmöglichkeiten zu unterstützen.

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