Bundesregierung will angeblich gegen Softair-Waffen vorgehen

"Täuschend ähnlich"

Das Bundesinnenministerium will angeblich gesetzlich gegen Softair-Waffen vorgehen. Dies sei Teil eines Waffengesetzänderungsgesetzes, an dem die Regierung arbeite, berichtet die "Rheinische Post". Softair-Waffen sehen echten Waffen täuschend ähnlich, verschießen aber nur Plastikkügelchen und funktionieren mit Luft- oder Gasdruck. In den letzten Monaten kam es zu einer Reihe von dramatischen Vorfällen mit täuschend echten Nachbauten scharfer Pistolen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mahnt zur Eile. "Wenn der erste Jugendliche erschossen wurde, weil unsere Kolleginnen und Kollegen von einer ernsten Bedrohung ausgehen mussten, wird das Erschrecken groß sein", sagte GdP-Chef Konrad Freiberg dem Blatt.

Aus dem Bundesinnenministerium heißt es der Zeitung zufolge, der Gesetzentwurf solle gleich nach der Sommerpause in das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren gegeben werden. Das offene Führen der Waffen solle verboten werden. Ende des Jahres könnte die Neuregelung unter Dach und Fach sein.