EUROSOLAR will Stadtwerke und Kraftwerke in Bürgerhand

"Modernisierung"

Mit einem eindringlichen Appell für starke kommunale Energieversorger endete heute die EUROSOLAR-Konferenz "Stadtwerke mit Erneuerbaren Energien" in Schwäbisch Hall. Rund 150 Vertreter aus Stadtwerken, Kommunen und Unternehmen der Energiewirtschaft diskutierten über eine "Modernisierung der lokalen Energieversorgung" durch Erneuerbare Energien. Der Solarenergie-Verband sprach sich für den Ausbau eigenständiger Kraftwerkskapazitäten "in Bürgerhand" aus.

Vor dem Hintergrund steigender Kosten für immer knapper werdende fossile Energieträger machte EUROSOLAR-Präsident Hermann Scheer die seines Erachtens zentrale Rolle der Stadtwerke deutlich: "Stadtwerke sind den Verbrauchern und den regionalen Energiequellen am nächsten. Darum sind sie die einzigen Energieversorger mit Zukunft." Die "unerschöpflichen Potenziale" für Strom, Wärme und Treibstoffe auf der Basis Erneuerbarer Energien könnten "nur dezentral" sinnvoll erschlossen werden, wie die Praxis zeige.

Der Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, Johannes van Bergen, habe auf der Konferenz "die Erfolgsgeschichte eines kommunalen Energieversorgers" geschildert, der sich als Motor für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz verstehe. Voraussetzung auch für eine starke lokale Wertschöpfung seien "unabhängige Stadtwerke". Es sei ein "großer historischer Fehler" vieler Städte, ihre Stadtwerke an die etablierten Stromkonzerne zu verkaufen.

Der Ausbau eigenständiger Kraftwerkskapazitäten "in Bürgerhand" muss nach Ansicht von EUROSOLAR weiter forciert werden, um sich von den fossilen Energiemärkten unabhängiger zu machen und gleichzeitig "regionale Wirtschaftskreisläufe" zu schließen.