Attac weist Warnungen vor Gewalt beim G8-Gipfel zurück

"Stimmungsmache"

Die globalisierungskritische Protestbewegung Attac hat Warnungen von Verfassungsschützern und Politikern vor Anschlägen anlässlich des G8-Gipfels der führenden Industrienationen Anfang Juni in Heiligendamm als "Stimmungsmache" zurückgewiesen. Bei den angekündigten Protestkundgebungen zum G8-Gipfel werde "garantiert nichts Großes ablaufen", sagte die Geschäftsführerin von Attac Deutschland, Sabine Leidig, der "Leipziger Volkszeitung". Erwartet würden etwa 50.000 Teilnehmer.

Attac habe viel Erfahrung mit der Organisation von Demonstrationen und Protesten. "Sicherlich wird es auch ein paar Irrationale geben, die vielleicht nicht davon abzubringen sind, mit Farbbeuteln oder mal mit einem Pflasterstein zu werfen", schränkte Leidig ein. "Von der ganz großen Masse der Demonstranten wird keine Gewalt ausgehen." Sie vermute, "dass mit den vielfältigen Warnungen vor angeblich drohender Gewalt beabsichtigt wird, einen Keil zwischen die Aktivisten zu treiben".

Zentrales Ereignis der internationale Demonstration werde der 2. Juni in Rostock sein. Dabei würden Demonstranten aus vielen Ländern "ihren Protest friedlich, aber deutlich sichtbar machen". Leidig kündigte an, dass man auch versuchen werde, mit einer Protestaktion bis unmittelbar zu den Sicherheitszonen vorzudringen, die das G8-Tagungsgelände umgeben werden.