Berlin bestellt Botschafter von Myanmar ein

"Keine eigenen Erkenntnisse"

Nach der Zuspitzung der Lage in Myanmar hat das Auswärtige Amt den Botschafter des Landes einbestellt. Dem Botschafter sei die "dringende Erwartung" übermittelt worden, dass die Regierung in Rangun von Gewaltanwendung absehe, sagte eine Außenamtssprecherin am 26. September in Berlin. Das Thema spielte auch in der Kabinettssitzung Nachmittag eine Rolle, wie der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin sagte.

Die Bundesregierung hat laut Steg bisher keine eigenen Erkenntnisse über Opferzahlen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe im Kabinett die Erwartung an die Machthaber in Myanmar geäußert, dass sie auf Gewaltanwendung verzichte und den Weg freimache für eine demokratische und friedliche Entwicklung. Die Eskalation der Lage werde von der Bundesregierung entschieden verurteilt.