7,9 Milliarden Euro für die Sanierung von Bundeswehr-Kasernen

"Missstände"

Das wird ein dickes Geschäft. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) will in den kommenden 15 Jahren rund 7,9 Milliarden Euro in die Sanierung von Kasernen vor allem im Westen "investieren". Das geht aus einem aktuellen "Bericht des Bundesministeriums der Verteidigung zur Verbesserung des baulichen Zustands der Kasernen in Westdeutschland" hervor, der der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" vorliegt.

"Im Bereich der investiven Baumaßnahmen sind aktuell insgesamt 7864 Maßnahmen im Planungssystem der Bundeswehr mit geschätzten Gesamtkosten in Höhe von rund 7,9 Milliarden Euro enthalten. Dieser investive Gesamtbedarf verteilt sich auf einen Planungszeitraum von 15 Jahren", heißt es in dem vierseitigen Papier. Vor allem sollen die "Missstände" in westdeutschen Kasernen behoben werden.

Nach der Sanierung zahlreicher Kasernen in Ostdeutschland hatte es zuletzt Kritik am Zustand der Unterkünfte im Westen gegeben. 2008 stehen dem Bericht zufolge 790 Millionen Euro für Baumaßnahmen in Kasernen zur Verfügung, darunter 141 Millionen Euro für das "Sonderprogramm Sanierung Kasernen West".