Steuereinnahmen stiegen von Januar bis Mai gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Prozent

Volle öffentliche Kassen

Der deutsche Fiskus hat im Mai mehr Steuern eingenommen als im Vorjahresmonat. Die Steuereinnahmen stiegen um 3,2 Prozent auf 40,52 Milliarden Euro, wie das Bundesfinanzministerium am Freitag in seinem aktuellen Monatsbericht mitteilte. Von Januar bis Mai erhöhten sich die Steuereinnahmen demzufolge gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent auf 197,85 Milliarden Euro.

Der Bund verbuchte den Angaben zufolge im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat bei den Steuererträgen ein Plus von 2,1 Prozent auf 19,35 Milliarden Euro. Die Bundesländer nahmen mit 17,62 Milliarden Euro 3,5 Prozent mehr Steuern ein. Die Erträge aus den gemeinschaftlichen Steuern von Bund und Ländern erhöhten sich um 4,5 Prozent auf 31,53 Milliarden Euro. Bei den reinen Ländersteuern erhöhte sich das Steueraufkommen um 2,7 Prozent auf 1,90 Milliarden Euro.

Die Erträge aus der Lohnsteuer stiegen im Mai um 7,1 Prozent auf 11,41 Milliarden Euro gestiegen. Die Umsatzsteuereinnahmen erhöhten sich den Angaben zufolge nur gering um 0,8 Prozent auf 14,80 Milliarden Euro. In dem Bericht hieß es dazu, die vereinbarten Lohnzuwächse und die steigende Beschäftigung hätten sich bisher noch nicht durchgreifend positiv ausgewirkt.

Die Steuerzahlen aus dem aufkommensschwachen Mai lassen laut dem Ministerium keine Erkenntnisse zu den Auswirkungen der Bankenkrise und der Unternehmenssteuerreform auf das Steueraufkommen zu. Hierfür müsse das Ergebnis im Vorauszahlungsmonat Juni abgewartet werden.