Petersberg II - Desaster der Afghanistan-Konferenz

Kriegssturheit erfordert mehr Protest

„Kurz vor Beginn der als Versöhnungs- und Friedenskonferenz beschriebenen Konferenz in Bonn ist das Desaster der deutschen Afghanistan Politik unverkennbar“ so Reiner Braun vom „Protestbündnis gegen Petersberg II“. „Einen Friedensprozess, wenn er denn jemals überhaupt intendiert war, kann es nicht geben, wenn die wesentliche Akteure an diesem Prozess und zu denen zählen selbst nach Meinung der Bundesregierung Pakistan, Iran und die Taliban an der Konferenz gar nicht teilnehmen“.

Als „völlig unnütze Veranstaltung, die den Steuerzahler Millionen Euro kostet und den Bonner Bürgerinnen und Bürgern vielfältige Einschränkungen bringt“ bezeichnet Demo- Organisator Manfred Stenner vom Netzwerk Friedenskooperative die Afghanistan Konferenz. „Aber immerhin haben wir die Gelegenheit, den Widerspruch gegen den zehn Jahre andauernden Afghanistankrieg nochmals deutlich zu machen.“

„Nur vielfältiger Protest der Straße kann eine Umkehr der desaströsen deutschen Politik erzwingen, die durch die Fortsetzung und Intensivierung des Krieges mit verstärkten Drohnen-Einsätzen und gezielten Liquidierungen durch Spezialeinheiten den Krieg intensiviert“ so Christine Hoffmann von pax christi. „Nicht ein Ende des Krieges sondern mindestens drei weitere Jahre aktive Fortsetzung sind geplant“.

Die Alternative heißt für die Antikriegsgruppen Waffenstillstand, Abzug aller Truppen und Verhandlungen mit allen in Afghanistan und der Region beteiligten Ländern und Akteuren.

Dafür will die Friedensbewegung zur Afghanistankonferenz mit vielfältigen Aktionen werben. Höhepunkt sind die Demonstration am Samstag in der Bonner Innenstadt (ab 11.30 Uhr Kaiserplatz) und der internationale Kongress am Sonntag im Landesmuseum sowie vielfältige öffentliche Aktionen im ehemaligen Bonner Regierungsviertel, wo die Afghanistankonferenz am Montag, dem 5.12.2011, stattfindet.

„Die Kriegspolitik der Regierungen kann nur durch das Handeln der Menschen gestoppt werden, dazu muss die nach den Umfragen den Krieg ablehnende Mehrheit in der Bevölkerung zu einer Handelnden werden – Bonn ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg!“ so Reiner Braun.

Nach weiteren intensiven Gesprächen mit der Polizei geht das Protestbündnis davon aus, dass alle Aktionen wie geplant stattfinden können. Stenner: „Wir verteidigen damit auch das Demonstrationsrecht“.

Genauere Informationen unter www.afghanistanprotest.de

Pressegruppe des Protestbündnisses:

Reiner Braun (IALANA) 0172-2317474
Monty Schädel (DFG-VK) 0177-8871014
Mani Stenner (Netzwerk Friedenskooperative) 0177-6014894
Jens-Peter Steffen (IPPNW) 0160-94162973
Christine Hoffmann (Pax Christi) 0177-5283530
Jens Friedrich (Interventionistische Linke) 0179-376 48 12