gesundheit

Zweiter Jahrestag des Super-GAUs von Fukushima

Fukushima: Kein Ende der Katastrophe

Zwei Jahre nach Beginn der nuklearen Katastrophe an der Nordostküste Japans steht fest, dass diese für den Betreiberkonzern TEPCO keine ernsthaften Folgen hat. Strafrechtliche Konsequenzen gibt es nicht. Der Staat sprang vielmehr mit erheblichen finanziellen Mitteln ein, um den Atom-Konzern vor dem wirtschaftlichen Konkurs und die Profite der Großaktionäre vor dem Niedergang zu retten. Weder die für die Katastrophe Verantwortlichen noch die Aktionäre des Konzerns mussten haften. Lediglich einige Manager wurden ausgetauscht. Für die mehreren Millionen Menschen, darunter ca. 300.000 Kinder, in den verstrahlten Gebieten rund um das explodierte Atomkraftwerk, sieht die Situation anders aus. Sie bleiben nach wie vor ohne Hilfe sich selbst überlassen.

AntiAtomGruppe Freiburg

Fukushima: Menschenkette zum Jahrestag in Freiburg am 9. März

Die Anti-Atom-Gruppe Freiburg organisiert zusammen mit Greenpeace Freiburg und deren Jugendgruppe eine Menschenkette zum Fukushima-Jahrestag. Unter dem Motto "Baden-Württemberg - Zwei Jahre nach Fukushima: Wir können alles, außer Atomausstieg!“ wollen die InitiatorInnen mit der Menschenkette ihre Solidarität mit den nach wie vor vom Super-GAU in Japan betroffenen Menschen zum Ausdruck bringen. Sie wollen zugleich darauf hinweisen, dass "wir im Ländle" weiterhin nicht nur durch das AKW Fessenheim, sondern auch durch die Atom-Reaktoren in Philippsburg bei Karlsruhe und Neckarwestheim bei Heilbronn bedroht sind.

Chancen und Herausforderungen

Action Medeor: Medikamentenherstellung in Afrika

medikamente afrika„Medikamente für Krankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose sind in den meisten Entwicklungsländern nur für einen Bruchteil der Bevölkerung verfügbar. Jährlich sterben Millionen Menschen, darunter viele Kinder, an Krankheiten, die behandelbar sind“, sagte Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien in Nordrhein-Westfalen anlässlich der internationalen Fachtagung „Local Production and Access to Medicines“, die von dem Deutschen Medikamentenhilfswerk action medeor mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) organisiert und von der Staatskanzlei NRW im Rahmen der „Eine-Welt-Politik“ finanziert wurde. Im Fokus der Fachtagung stand die Frage: Hilft lokale Produktion von Medikamenten, die fehlende Infrastruktur auszugleichen und den Zugang zu hochwertigen und bezahlbaren Arzneimitteln zu sichern?

Zwei Klassen - Gesellschaft | Aufgedeckt:

SPD für Gleichstellung von gesetzlichen und privaten Pflegeversicherungen

SPD PflegeversicherungIm „Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion zur Reform der Pflegeversicherung“ wird zum Punkt Finanzierung der Pflegeversicherung ausgeführt, dass sowohl „die bisherigen privaten“ als auch die „gesetzlichen Pflegekassen in Zukunft eine Bürgerpflegeversicherung zu exakt gleichen Wettbewerbsbedingungen anbieten können.“ Außerdem wird betont: „Wir wollen die solidarische und paritätische Umlagefinanzierung der Pflegeversicherung ausbauen.“ Dies ist ein Widerspruch an Sich und führt zu der Frage, warum die SPD das europaweit einmalige und von vielen als ungerecht angesehene parallele System von privater und gesetzlicher Versicherung neben der Krankenversicherung auch in der Pflegeversicherung beibehalten möchte. Es erschließt sich anhand des Positionspapieres nicht, wie von einem Ausbau der Umlagefinanzierung in der Pflegeversicherung gesprochen werden kann, wenn die privaten Pflegeversicherer, welche ebenso wie die privaten Rentenversicherungen nach dem Prinzip der Kapitalabhängigkeit arbeiten auch die von der SPD gewünschten „Bürgerversicherung“ anbieten dürfen.

Kathrin Vogler zur E-Card

Techniker Krankenkasse warnt: Ohne E-Card kein Versicherungsschutz!

Krankenkassen machen Druck wegen der E-Card. Die Techniker Krankenkasse macht unnötig DruckIn dieser Woche berichtete der Tagesspiegel [1], dass Krankenkassen Druck auf ihre Versicherten ausüben und ihren Versicherten drohen, wenn sie keine elektronische Gesundheitskarte. Im Interview mit NGO-Online bestätigt die linke Gesundheitsexpertin Kathrin Vogler, dass niemand die Drohungen seiner Krankenkasse fürchten muss.

Patientenrechte und medizinischer Versorgung in der EU

Gesundheit: Damit Patienten sich überall in Europa in sicheren Händen wissen

Fallen für mich Kosten an, wenn ich während meines Urlaubs zum Arzt muss? Trägt meine Krankenversicherung die Kosten, wenn ich im Ausland eine Kur besuche? Wann sollte ich eine Auslandreisekrankenversicherung abschließen? - Fragen zum europäischen Gesundheitsmarkt gibt es viele, die Antworten bleiben aber häufig im Unklaren. Das möchte das EVZ Deutschland ändern – und geht mit einer eigens eingerichteten Internetpräsenz online.

BÖLW-Hearing: Experten fordern Ernährungswende jetzt!

Ernährung: Experten fordern Ernährungswende

gesunde ernährungWahre Preise für Lebensmittel und eine umfassende Ernährungsbildung – das sind wesentliche Kernforderungen aus dem Thesenpapier des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die von den Experten aus Wissenschaft, Politik und Verbänden auf dem Tag des Ökologischen Landbaus besonders herausgestellt wurden. "Wir brauchen ein rasches und engagiertes Umsteuern, um gesunde Ernährung, Bodenschutz und artgerechte Tierhaltung zu ermöglichen“, forderte Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, von allen Akteuren aus Ernährungswirtschaft und Politik auf der BÖLW-Tagung, die anlässlich der Internationalen Grünen Woche in Berlin stattfand. Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, kommentierte in seinem Grußwort den Ansatz des BÖLW: Es sei richtig Fragen zu stellen und das Bestehende einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

Ratgeber Gesundheit:

Schlaganfall: Roter Pflanzenstoff schützt

Allein in Deutschland erleiden jährlich rund 250.000 Menschen einen Schlaganfall, etwa 63.000 Patienten sterben an den Folgen des Schlaganfalls. Entgegen der weitläufigen Meinung sind nicht nur Senioren hiervon betroffen, auch jüngere Menschen und sogar Kinder können einen Schlaganfall erleiden. Vor allem Menschen, die erblich vorbelastet sind, zählen zur Risikogruppe. Allerdings sind nicht alle Ursachen, die einen Schlaganfall begünstigen, erblich bedingt. Auch eine ungesunde Ernährung, Alkohol- und Nikotingenuss und Übergewicht können zu einer Verengung der Blutbahnen und somit zu einem Schlaganfall führen. Durch eine umfassende Prävention könnten jedoch mehr als 50 Prozent aller Schlaganfälle verhindert werden. Finnische Mediziner haben nun herausgefunden, dass durch den Pflanzenstoff Lycopin, der in rotem Gemüse und Obst vorkommt, das Schlaganfall-Risiko erheblich gesenkt werden kann.

Die Menschen werden ständig älter

Altenpflege: Gravierender Pflegekräftemangel droht in ganz Deutschland

Eine neue Studie hat jetzt ergeben, dass es in Deutschland einen gravierenden Mangel an Betreuungskräften für Pflegebedürftige geben wird. Bereits im Jahre 2030 fehlen aller Wahrscheinlichkeit nach circa eine halbe Million Pflegekräfte, die ihre Arbeit in Vollzeit ausüben.

Achtung - es lauert die Armut

Praxisgebühr: Hart erkämpft, leicht verschenkt

Statt auf die Praxisgebühr zu verzichten, hätte die Koalition eher den Beitragssatz senken sollen. Davon könnten alle Beitragszahler profitieren. Außerdem kann eine Praxisgebühr – richtig eingesetzt – durchaus zu mehr Kostenbewusstsein führen. Zuzahlungen im Krankheitsfall sind in Deutschland seit jeher hart umkämpft. Seit ihrer Einführung durch Rot-Grün im Jahr 2004 zahlen die Patienten 10 Euro für den ersten Arztkontakt im Quartal. Die Steuerungswirkung der Praxisgebühr blieb aber umstritten – denn im internationalen Vergleich erscheint die Zahl der Arztbesuche nach wie vor hoch.

Kathrin Vogler - DIE LINKE im Bundestag

Gesetzliche Krankenkasse: Wettbewerb mit Risiken unterm Kartellgesetz

Gesetzliche Krankenkassen im Wettbewerb Am 18. Oktober hat der Bundestag gegen die Stimmen von SPD, Linken und Grünen die achte Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen beschlossen und damit ein neues Kapitel in der Umwandlung der gesetzlichen Krankenversicherungen in Wirtschaftsunternehmen aufgeschlagen. Dieses Gesetz sieht vor, die Krankenkassen künftig auch in ihren Beziehungen untereinander der Kontrolle des Kartellamts zu unterwerfen. Das bedeutet, dass Kassen - neben der staatlichen Aufsicht, der sie als Körperschaften öffentlichen Rechts unterliegen und der Wettbewerbskontrolle ihres Verhaltens gegenüber den Leistungserbringern - künftig auch im Bereich der Zusammenarbeit untereinander von der Wettbewerbsaufsicht kontrolliert werden. Die Kartellbehörde kann damit etwa eine Kooperation oder Fusion von Krankenkassen untersagen, wenn diese zu einer marktbeherrschenden Stellung führen würde. Dabei gibt es eine ganze Reihe von Bereichen, in denen die Kooperation der Kassen gesetzlich erlaubt oder sogar vorgeschrieben ist, wie etwa Reihenuntersuchungen oder die Verhandlungen über die Preise neuer Medikamente.

<<Lesermeinung>>

Leserbrief zum Thema Doping

ich bin etwas verwundert über Ihre Position im Bezug auf Doping. Sie klagen an, dass mehr Kontrollen in den "(EPO-)Doping anfälligen Ausdauersportarten wie Radfahren, Rudern, Laufen, Schwimmen, Triathlon" nötig wären und daher die Mittel für die NADA nicht gekürzt werden dürften. Einige Sätze, die schnell geschrieben sind, ohne sich mit dem Thema wirklich zu befassen. Immerhin setzten Sie das Wort fair in Klammern, das ist in Ihrem Fall leider auch nötig. Ich hätte erwartet, dass Sie fordern endlich gleiche Doping-Kontrollen in allen Sportarten durchzuführen, endlich auch Blutkontrollen in den medienwirksamen Sportarten. Endlich die gleichen Bedingungen für alle Sportarten im Meldessystem ADAMS. Endlich Meldungen über Doping im Fußball auch in Deutschland zu veröffentlichen und klar Position zu beziehen. Mit dieser Art von Artikel unterstützen auch Sie die verbreitete Meinung, dass Doping in einigen Sportarten kein Thema sei.

Wer ist Cornelia Yzer?

Die Pharmaindustrie regiert nicht nur Berlin

Lobbyismus in der Pharmaindustrie nicht nur in Berlin Nach der ebenso glück- wie parteilosen Sybille von Obernitz hat die Berliner CDU nun eine neue Wirtschaftssenatorin präsentiert: Cornelia Yzer. Die 51-Jährige war zuletzt als Cheflobbyistin des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa) tätig, wo sie im vergangenen Jahr von Birgit Fischer (SPD) abgelöst wurde. Intern wurde gemunkelt, dass sich die Pharmaindustrie mit dem Wechsel von Yzer zu Fischer auf einen möglichen Regierungswechsel im Bund vorbereiten wolle, der möglicherweise bessere Kontakte zur SPD als zu den jetzigen Regierungsparteien erforderlich mache. Auch wurde Yzer vorgeworfen, dass sie die Interessen der Konzerne zuletzt zwar mit viel Nachdruck, aber mit wenig Erfolg vertreten habe. Diese Vorwürfe halten einer sachlichen Überprüfung jedoch nicht stand. Tatsächlich hat die Bundesregierung im Gesetzentwurf zum AMNOG 2011 etliche Forderungen der Pharmalobby aufgegriffen.

Ärzteorganisation trifft sich vom 24.-26. August 2012 in Hiroshima

Japan: IPPNW-Weltkongress

Helmut Käss beim ippnw  weltkongress in Hiroshima Vom 24.-26. August 2012 findet in Hiroshima der 20. IPPNW-Weltkongress statt. Der Arzt Helmut Käss aus Braunschweig ist schon seit dem 14.8. in Japan und wird von diesem Kongress für ngo-online berichten. Ein Thema des Kongresses ist auch der Unfall von Fukushima. Insbesondere in diesem Zusammenhang werden die Gefahren der radioaktiven Verseuchung in der japanischen Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Das berechtigte Misstrauen gegenüber der japanischen Regierung und gegenüber der Informationspolitik des Atomkraftwerksbetreiber Tepco ist aber hoch. Und die Bevölkerung in den kontaminierten Regionen ist dringend auf unabhängige Informationen über medizinische Folgen von Radioaktivität angewiesen.

Zukauf-System beim Emissionshandel als Vorbild

Krankenkassen entwickeln System gegen überflüssige Operationen

Die Krankenkassen sind zurzeit dabei ein System zu entwickeln, mit dem überflüssige Operationen eingedämmt werden sollen. Dazu haben die AOK sowie der Spitzenverband der Krankenkassen ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Dieses ist dem Zukauf-System beim Emissionshandel durchaus ähnlich.

Spätfolgen sind nicht zu unterschätzen

Gesundheit: Mediziner fordern Meldepflicht für Chlamydien und Tripper

Bisher bestand in Deutschland nur für die Geschlechtskrankheiten HIV und Syphilis eine Meldepflicht. Doch schon bald könnte dies auch für Chlamydien und Tripper gelten. Denn auch bei diesen Krankheiten können erhebliche Spätfolgen drohen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden.

Doch Wechsel in die GKV kommt für die meisten nicht infrage

Immer mehr Privatversicherte unzufrieden mit ihrer Krankenversicherung

Wie eine aktuelle Studie nun ergeben hat, sind immer mehr privat krankenversicherte Personen unzufrieden mit ihrer Krankenkasse. Grund für die Unzufriedenheit sind zum einen die stetig steigenden Beiträge und zum anderen die bessere Absicherung von gesetzlich versicherten Patienten.

Heilungschancen steigen

PSA-Früherkennungstest kann vor Prostatakrebs schützen

US-amerikanische Forscher haben nun bekannt gegeben, dass der umstrittene PSA-Test zur frühzeitigen Erkennung von Prostatakrebs, doch nicht so unzuverlässig sei, wie bislang angenommen wurde. Bis zu dreimal mehr Männer würden ohne diesen Test an Prostatakrebs erkranken. Denn in den meisten Fällen wird die Erkrankung erst dann festgestellt, wenn der Krebs bereits Metastasen gebildet hat und eine Heilung nicht mehr möglich ist.

Geistige Fitness im Alter bewahren

Gehirnjogging: Gedächtnistraining nach Trainingsplan

Nicht nur die körperliche Vitalität ist mit fortschreitendem Alter wichtig, sondern genauso die geistige Fitness sollte sich ein Jeder im Alter bewahren. Der Alterungsprozess ist stark abhängig von der geistigen Fitness, der eigenen Einstellung zum Leben und der Ausgeglichenheit. Die geistige Müdigkeit lässt die Menschen schneller altern und das Leben ist dann einfach nicht mehr lebenswert. Nur mit der inneren Ruhe und Ausgeglichenheit kann der Stress vermieden werden, der wiederum zu einer verstärkten Zunahme der Freien Radikalen führt und sich negativ auf die Gesundheit sowie auf das Aussehen auswirkt. Es kann dabei zu starken Verspannungen oder sogar zu Problemen mit dem Magen und Darm kommen. Wer selbst im Alter noch positiv in die Zukunft sieht und Pläne schmiedet, wirkt nicht nur wesentlich jünger, sondern fühlt sich auch so.

Organspende II

Organspende Aspekte - auch der Organspender

organspende - die aspekte vom hirntod über moral, Belastung der menschen Die KAO ist eine Initiative von Eltern, die im Schock ein Kind zur Organspende freigegeben haben. "Im Nachhinein haben wir begriffen, dass unsere Kinder zwar als hirntot definiert wurden, dass sie aber keine Toten, sondern Sterbende waren." Sie fordern mehr Aufklärung über Organspende und Hirntoddiagnostik und weniger Manipulation durch Krankenkassen, Pharmakonzerne und Regierung. Sie gilt als ein Akt der Nächstenliebe – die Organspende. Und zweifellos kann eine Organspende Menschenleben retten. Vor diesem Hintergrund, der uns tagtäglich in den Medien dargestellt wird, bekommen viele Menschen fast ein schlechtes Gewissen, wenn sie noch immer Zweifel haben.