landbau Nachrichten & Informationen

Seehofer will Biolandbau nicht mehr forcieren

Ratschläge

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer hat eine Abkehr von der forcierten Förderung des Biolandbaus angekündigt. Auf die Frage, ob er am Ziel seiner Vorgängerin Renate Künast festhalte, bis 2010 insgesamt zehn Prozent Biolandbau zu erreichen, sagte Seehofer dem Nachrichtenmagazin "Focus": "Von dieser Planwirtschaft müssen wir uns verabschieden. Ich bin für Koexistenz."

Öko-Landbau soll 30 Prozent Energie sparen

Studie

Ökologischer Landbau bringt nach einer Langzeit-Studie der Cornell University in etwa die gleichen Erträge wie konventionelle Landwirtschaft - allerdings bei einem um 30 Prozent geringeren Energie-Einsatz. Auch der Wasser-Verbrauch sei viel geringer, so das Ergebnis der über 22 Jahre laufenden Studie. Pestizide fielen überhaupt nicht an, der Boden werde geschützt. Geringere Erträge lieferte dern Öko-Anbau nur in den ersten vier Jahren. Danach stieg der Ertrag deutlich. Besonders in Trockenzeiten wuchsen die Öko-Pflanzen besser als die konventionellen.

Öko-Landbau fördert Artenvielfalt

Studie

Ökologischer Landbau fördert die Artenvielfalt in jedem Schritt der Nahrungskette: von einfachen Bakterien bis hin zu Säugetieren. Zu diesem Ergebnis kommt die bisher umfangreichste Studie über Öko-Landbau von zwei britischen Forschungsorganisationen. Die Wissenschaftler haben Datenmaterial in Europa, Kanada, Neuseeland und in den USA gesammelt, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. In 76 Einzelstudien haben die Forscher erhoben, welche Veränderungen ökologischer Landbau bewirkt: Untersucht wurden Bodenbakterien, Würmer, Käfer, Säuger und Vögel. In 99 separaten Vergleichen von Boden-Organismen, kamen 66 zum Schluss, dass Biolandbau Vorteile für die Artenvielfalt bietet.

Offensive für den Ökolandbau in Indien kann beginnen

Akkreditierung

Seit Frühjahr 2004 ist der gemeinnützige Ökologische Landbauverband Naturland von der Agricultural and Processed Food Products Export Development Authority (APEDA) in Indien akkreditiert. Zusammen mit dem 2001 in Indien eröffneten Naturland Büro bietet der Verband, der rund 36.000 Ökobauern in aller Welt betreut, seinen Mitgliedern und Partnern in Indien ein komplettes Dienstleistungspaket. Die APEDA Akkreditierung ist die Voraussetzung für Naturland Mitglieder in Indien um Öko-Produkte exportieren zu können. Wichtig für Naturland Partner ist dies besonders für Öko-Tee, Öko-Kaffee und Öko-Gewürze.

Naturschutzberatung für den Öko-Landbau gefordert

Umfrage bei Öko-Bauern

Über 70 Prozent der Naturland Bauern wünschen sich eine spezielle Naturschutzberatung für Ihren Hof und sähen sich so in der Lage, ihr Engagement im Naturschutz zu verstärken. Um dieses Potential auszuschöpfen, sollten kompetente Naturschutz-Berater bei landwirtschaftlichen Institutionen zur Verfügung stehen. Die Beratung kann vom einfachen Betriebsbesuch mit Feldbegehung über die Planung einer Heckenpflanzung bis hin zur gemeinsamen Erarbeitung eines andschaftsökologischen Betriebsentwicklungsplanes gehen.

Ökologischer Landbau gegen den Hunger in Südindien

Welternährungstag

Ökologischer Landbau hilft, den Hunger in der Welt zu lindern. Beleg für diese These sind viele Erfolgsprojekte, die Naturland - international tätiger Ökologischer Landbauverband mit 36.000 Mitgliedern weltweit - seit Jahren betreut. Aus Anlass des Welternährungstags am 16. Oktober 2003 stellt Naturland ein ganz besonderes Projekt vor: Im südindischen Kerala bauen 1.000 indische Bauern ihre eigene Teefabrik. Der Termin für die Eröffnung steht bereits fest - aber es werden dringend noch Spenden gebraucht, um das Projekt zu sichern.

Ökologische versus konventionelle Landwirtschaft

Ökolandbau

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Biobauern weiter gestiegen. Deutlich gebremst werde die Entwicklung des Marktsegments 'Ökologischer Landbau' jedoch durch eine sehr schwierige Marktlage mit existenzbedrohendem Preisdruck. Das teilte der Deutsche Bauernverband (DBV) mit. Die Biobauern hätten so wie ihre konventionellen Kollegen mit großer Konkurrenz ihrer EU-Kollegen, sinkenden Preisen und stagnierendem Umsatz zu kämpfen. Zwar seien in einzelnen Läden Bio-Produkte vertrete, doch Discounter seien bislang noch kaum erschlossen.

Feiern und genießen: Aktionstage Öko-Landbau laden zum Ausflug ein

Hoffeste der Ökohöfe

Öko-Sommer in Deutschland: Von Juni bis in den Herbst hinein laden Öko-Bauern in ganz Deutschland zum Feiern und Genießen ein. Bunt, vielfältig, informativ und ein Ereignis für alle, die gerne gut essen, sind die Veranstaltungen der Naturland-Höfe. Das Angebot reicht von Hoffesten mit Live-Band und Kinderprogramm über Bauernmärkte, Kräuterhexen-Führungen und einer Koch-Aktion mit frisch geerntetem Öko-Gemüse bis zu Betriebsbesichtigungen und Felderbegehungen.

Aufschiebung der Agrarreform benachteiligt Ökolandbau

EU-Agrarpolitik

Anlässlich der auf nächste Woche vertagten Verhandlungen über die zukünftige EU-Agrarpolitik hat der Naturschutzbund NABU vor einem deutsch-französischen Handel zur Verwässerung der Reformbemühungen gewarnt. "Eine erneute Aufschiebung der Reform aus Rücksichtnahme auf die Interessen der französischen Agrarindustrie ist nicht zu verantworten", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Die jüngsten deutsch-französischen Vorschläge seien nicht viel mehr als Kosmetik und stellten damit keine akzeptable Grundlage für eine zukunftsfähige Landwirtschaft in Europa dar.

Bio-Siegel mit Herkunftsangabe

Öko-Landbau

Bio-Lebensmittel aus heimischer Landwirtschaft stehen derzeit unter enormem Preisdruck. Eine Ursache seien die Kriterien des Bio-Siegels, das auch kostengünstigere Importe aus Ländern mit niedrigen Anforderungen und Standards kennzeichne, so dass die Verbraucher sie im Angebot gleichrangig mit den einheimischen Produkten bewerten, die unter höheren Standards aufwändiger erzeugt werden. Das kritisiert der Deutsche Bauernverband (DBV) und fordert deshalb, das Bio-Siegel um die Angabe des Herkunftslandes des jeweiligen Erzeugnisses zu ergänzen.

NABU fordert Aktionsplan zur Weiterentwicklung der Biolandwirtschaft

Ökolandbau

Anlässlich der heute in Nürnberg startenden BioFach-Messe hat der Naturschutzbund NABU Politiker und Akteure des ökologischen Landbaus dazu aufgerufen, den Ökolandbau konsequenter auszubauen. "Mit den kurzfristig angelegten Förderprogrammen können die hohen Erwartungen an den Ökolandbau auf lange Sicht nicht erfüllt werden", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Die politischen und strukturellen Weichen müssten jetzt mit einem konkreten Aktionsplan gestellt werden. Nur mit einer langfristigen Strategie könne es nämlich gelingen, Angebot und Nachfrage für Bioprodukte kontinuierlich zu steigern und so die geplanten 20 Prozent Öko-Fläche in 10 Jahren zu erreichen.

Ökologisch bewirtschaftete Fläche wird größer

Öko-Landbau

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland nahm im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent zu. Im Ausland betrug das Wachstum mehr als 32 Prozent. Das berichtet der Landbauverband Naturland. Damit betreue der Verband jetzt rund 36.000 Mitglieder in aller Welt. Das stärkste Wachstum in Deutschland verzeichne Naturland in Bayern. Aber auch in Sachsen und Niedersachsen gebe es jetzt erheblich mehr Öko-Bauern, die nach den Naturland Richtlinien wirtschafteten.

Förderpreis Ökologischer Landbau erstmals für die Fischzucht

Ökolandbau

Der Erste Preis beim Wettbewerb um den Förderpreis Ökologischer Landbau geht 2003 erstmals an einen Fischzuchtbetrieb. Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast zeichnet am Freitag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin die Bergische Fischzuchtanstalt Rameil mit dem Preis aus. Rameil war der erste Naturland-Betrieb, dessen Forellen von Naturland zertifiziert wurden. Rameil bewirtschaftet rund vier Hektar Teichfläche und füttert die Tiere mit eigens entwickeltem Öko-Futter.

Künast zeichnet Öko-Betriebe aus

Ökolandbau

Der mit insgesamt 25 000 Euro dotierte Förderpreis Ökologischer Landbau ist am Freitag auf der Grünen Woche in Berlin an drei Betriebe vergeben worden. Die Auszeichnung ging an die Demeter-Imkerei Friedmann aus Steinheim in Baden-Württemberg, den Naturland-Betrieb Bergische Fischzuchtanstalt Rameil im nordrhein-westfälischen Lindlar und den Bioland-Betrieb Weiland im hessischen Witzenhausen. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) überreichte die Preise, die zum dritten Mal vergeben wurden.

Bio-Siegel schadet Öko-Bauern

Ökolandbau

Der Ökolandbau leidet überdurchschnittlich unter Einkommenseinbußen. Nach Angaben des Deutschen Bauernverbandes (DBV) verdienten die Biobauern im abgelaufenen Wirtschaftsjahr um 15 Prozent weniger - der Bundesdurchschnitt lag bei 13 Prozent Minus. DBV-Präsident Gerd Sonnleitner machte am Dienstag in München die Einführung des deutschen Bio-Siegels für die Öko-Krise verantwortlich. Der Bauernpräsident beklagte, die niedrigen offiziellen Ökostandards der EU und des deutschen Bio-Siegels lägen weit unter den Richtwerten, die von den meisten deutschen Biobauern erfüllt werden.

Naturland als erster deutscher Öko-Verband in den USA akkreditiert

Ökolandbau

Seit November 2002 ist der gemeinnützige Ökologische Landbauverband vom United States Department of Agriculture (USDA) akkreditiert. Damit kann der Verband, der rund 29.000 Ökobauern in aller Welt betreut, seinen Mitgliedern und Partnern ein neues wichtiges Dienstleistungsangebot machen: Die USDA Akkreditierung stellt den Marktzugang für Naturland zertifizierte Produkte in die USA sicher. Wichtig ist dies derzeit besonders für Öko-Tee, Öko-Kaffee und Shrimps aus Ökologischer Aquakultur.

Infos über Öko-Landbau in 200 Musterbetrieben

Künast gibt Start frei

Die deutschen Bauern können sich ab sofort in bundesweit 200 Musterbetrieben über den Öko-Landbau informieren. Für ein entsprechendes Projekt gab Bundesagrarministerin Renate Künast (Grüne) am Dienstag auf dem Gut Ostler in Bonn den Start frei. Die Musterbetriebe bieten auch den Verarbeitern von ökologischen Lebensmitteln, den Händlern und dem Verkaufspersonal sowie anderen interessierten Gruppen wie Schulklassen oder Kindergärten gute Einblicke in die ökologische Landwirtschaft.

NABU-Übersicht belegt Vorteile des Ökolandbaus

Agrarwirtschaft

Angesichts der wiederholten Kritik der konventionellen Agrarlobby an der Nachhaltigkeit des ökologischen Landbaus hat der Naturschutzbund NABU in einer aktuellen Übersicht die wissenschaftlich belegten Vorteile des Ökolandbaus zusammengestellt. "Auch wenn die konventionelle Landwirtschaft durchaus wichtige Beiträge zum Natur- und Umweltschutz leisten kann, entspricht der ökologische Landbau am ehesten dem Idealbild einer nachhaltigen Landbewirtschaftung und hat eine wichtige Leitbildfunktion", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Zahlreiche Expertengremien und unabhängige Einrichtungen wie der Sachverständigenrat für Umweltfragen, die Enquetekommission oder die Europäische Umweltagentur hätten diese Aussage gestützt und in ihren Gutachten die Vorteile einer Ausweitung des Ökolandbaus für Natur und Umwelt aufgezeigt.

Öko-Landbaugesetz verabschiedet

Grüne Landwirtschaft

Der Bundesrat hat am 31. Mai 2002 dem Gesetz zum ökologischen Landbau zugestimmt. "Mit diesem Gesetz können die Kontrollen von Bio-Betrieben gestärkt werden. Damit würden schärfere Strafen im Falle des Verstoßes gegen die EG-Öko-Verordnung und eine bessere Struktur des Kontrollsystems voran gebracht" erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast im Bundesrat.

Ökolandbau nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch gesünder

Weniger Pestizide im Bio-Gemüse

Biologisch angebautes Obst und Gemüse enthält um ein Drittel weniger Pestizide als das aus konventioneller Landwirtschaft. Das ergab eine im "Food Additives and Contaminants Journal" veröffentlichte Studie. Die Debatte um die Pestizidbelastung in ökologisch angebautem Obst und Gemüse war in einer TV-Sendung des ABC-News-Programms "20/20" im Februar 2000 losgetreten worden. Damals behauptete John Stossel, Korrespondent von ABC, dass es Forschungsberichte gebe, die bewiesen, dass biologisch angebautes Obst und Gemüse ebenso mit Pestiziden belastet sei wie herkömmlich angebautes. Obwohl der Reporter in einem weiteren Statement die Behauptung später zurückzog, gab es heftige Reaktionen seitens der Consumer Union, die darin eine Attacke gegen die biologische Landwirtschaft sah. Jetzt gibt es endlich Fakten zu der Frage.