umweltbundesamt

"Spritschlucker"

Umweltbundesamt-Chef Troge gegen steuerliche Begünstigung von Dienstwagen

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, bezweifelt, dass die Umstellung der Kfz-Steuer den Auto-Absatzstau kurzfristig auflösen und die deutsche Konjunktur ankurbeln wird. "Das gewählte Instrument der Kfz-Steuer ist äußerst ungenau", sagte Troge am Mittwoch (19. November) dem Internetdienst "Handelsblatt.com". Zugleich kritisiert er die Steuernachlässe für Dienstwagen: "Es wäre wichtig, die steuerliche Begünstigung von Dienstwagen endlich abzuschaffen. Der Staat finanziert damit große und meist umweltschädliche Automodelle mit."

Von der Straße auf die Schiene

Umweltbundesamt fordert Verkehrsverlagerung weg von Pkw und Lkw

Ein Workshops des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie, der Technischen Universität Dresden und des Umweltbundesamtes (UBA) kam zum Ergebnis, dass allein technische Maßnahmen an Fahrzeug und Motor nicht ausreichen würden, um das Klimaschutzziel der Bundesregierung im Verkehrssektor zu erreichen. Vielmehr sei es notwendig, dass die Politik Rahmenbedingungen schaffe, die zu einer stärkeren Nutzung umweltgerechterer Verkehrsträger führten. "Der Verkehrsbereich hat wegen seines starken Wachstums bisher nicht zur CO2-Reduzierung beigetragen. Ohne Emissionsminderungen im Verkehr lassen sich jedoch die Klimaschutzziele Deutschlands nicht erreichen", sagte der Vizepräsident des Umweltbundesamtes, Thomas Holzmann. Die Verlagerung von Fahrten und Transporten auf "umweltgerechtere Verkehrsträger" müsse daher stärker in den Vordergrund rücken.

Weichmacher im Urin aller Kinder

Umweltbundesamt stellt Studie über Schadstoff- und Lärmbelastung bei Kindern vor

14 Prozent der 8- bis 14jährigen Kinder in Deutschland weisen eine Gehörschädigung auf. Bei 3 Prozent liegt ein erster Hörverlust vor, 6 Prozent fühlen sich nach Angaben ihrer Eltern durch Straßenlärm gestört und 5,5 Prozent von Fluglärm. Zu diesen Ergebnissen kommt eine deutschlandweite Erhebung des Umweltbundesamtes (UBA) zur Umweltbelastung von Kindern, die UBA-Präsident Andreas Troge am 28. August in Berlin zusammen mit dem Jahresbericht 2006 seines Hauses vorstellte. Weichmacher für Kunststoffe waren laut UBA im Urin aller Kinder nachweisbar.

Ab Sonntag teilweise über 30 Prozent teurer

Naturstrom - Umweltbundesamt und Verbraucherzentrale empfehlen Stromwechsel

Viele Stromanbieter erhöhen ab Sonntag ihre Preise - teilweise um mehr als 30 Prozent. Während die Verbraucherzentrale Sachsen allgemein den Wechsel des Stromanbieters empfiehlt, ruft das Umweltbundesamt dazu auf, die Gelegenheit zu nutzen und auf klimafreundlich erzeugten Strom umzusteigen. Häufig seien umweltfreundliche Stromangebote nicht teurer als konventionell erzeugter Strom.

Automobilhersteller gefordert

Umweltbundesamt verlangt Kohlendioxid als Kältemittel für Automobilklimaanlagen

Erst ab dem Jahr 2011 müssen die Klimaanlagen neuer Pkw-Typen mit einem Kältemittel befüllt sein, das nur noch im geringen Umfang zum Treibhauseffekt beiträgt. So schreibt es eine europäische Richtlinie über Automobil-Klimaanlagen vor. Nach Auffassung des Umweltbundesamtes (UBA) steht aber schon heute für Klimaanlagen in Autos eine klimafreundliche Alternative bereit: Kohlendioxid (CO2) - als Kältemittel auch R 744 genannt. Die Umweltbehöhrde appelliert jetzt an die deutsche Automobilindustrie, für die Klimaanlagen schnellstmöglich CO2 einzusetzen. Es sei weniger schädlich für das Klima als die bisher eingesetzten Stoffe, serienreif entwickelt, weltweit verfügbar und Teil innovativer Anlagentechnik.

Umweltbundesamt

Autos sollen externe Kosten von 3 Euro pro 100 Kilometer verursachen

Das Umweltbundesamt (UBA) veröffentlichte am 30. April eine "verbesserte" Methode zur Schätzung externer Umweltkosten. Hierbei handelt es sich um Kosten, für die oft nicht die Verursacher, sondern die Allgemeinheit aufkommen muss. Die Behörde berechnete für einige Bereiche externe Kosten. Für den Straßenverkehr ergaben die Berechnungen des Umweltbundesamtes, dass ein Personenkraftwagen in Deutschland im Schnitt knapp 3 Euro pro gefahrenen hundert Kilometern an Folgekosten für Umwelt und Gesundheit verursacht.

Hexachlorbenzol

Umweltbundesamt für Verbrennung australischen Sondermülls in Deutschland

Das Umweltbundesamt spricht sich für eine Verbrennung australischen Sondermülls in Deutschland aus. Im Kern geht es um Bestände des nicht mehr zugelassenen Chemikalie Hexachlorbenzol (HCB). Um Altbestände des Gifts zu beseitigen, kommen Sonderabfallverbrennungsanlagen in Betracht. Nach Auffassung des Umweltbundesamtes ist in deutschen Anlagen eine Verbrennung mit hohen Umweltschutzstandards möglich. Australien hingegen verfüge nicht über Entsorgungsanlagen, die technisch so gut ausgerüstet seien. Deshalb sei die Entsorgung HCB-haltiger Abfälle in modernsten deutschen Sonderabfallverbrennungsanlagen umweltgerecht, so die dem Bundesumweltministerium unterstehende Behörde.

Wind, Wasser & Biomasse

Umweltbundesamt fordert Ökostrom für Behörden

Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Andreas Troge, hat Bund, Länder und Gemeinden aufgefordert, bei der Energieversorgung verstärkt auf Ökostrom zu setzen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Troge, der Staat müsse mit Blick auf den Klimawandel "den Worten Taten folgen lassen" und Energie aus Wind, Wasser und Biomasse nutzen. Dies mache das Bundesumweltministerium schon seit einigen Jahren vor. Wer auf "grünen Strom" setze, "schont das Klima - und das zu durchaus wettbewerbsfähigen Preisen", sagte der UBA-Präsident.

Treibhausgase

Umweltbundesamt betrachtet Kohlendioxid-Speicherung nur als "Übergangslösung"

Schon wieder nur eine Übergangslösung in der Energiewirtschaft: Nachdem die Atomenergienutzung selbst für die CDU und die FDP nur noch als "Übergangsenergie" qualifiziert wird, droht dem neuen Patentrezept der Energiewirtschaft das gleiche Schicksal. Das Umweltbundesamt bezeichnete die von den Energiekonzernen propagierte technische Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid (CO2) in tiefen geologischen Schichten als "Übergangslösung". Ohnehin werde die kommerzielle und industrielle Verfügbarkeit dieser Technik in deutschen Kraftwerken erst "ab 2020" erwartet. Zwei kürzlich vom UBA veröffentlichte Studien zeigen "die Potenziale, aber auch Grenzen dieser Technik auf", teilte die Bundesbehörde mit.

Wiederbelebung von Brachflächen

Umweltbundesamt kritisiert Flächennutzung auf der grünen Wiese

Nach Angaben des Umweltbundesamts liegen in Deutschland etwa 139.000 Hektar ehemaliger Industrie-, Verkehrs- und Militärflächen brach. Das sei das 1,5-fache der Stadtfläche Berlins. Trotz dieses enormen Flächenangebots wiesen aber die Städte und Gemeinden jedes Jahr über 30.000 Hektar Siedlungs- und Verkehrsfläche "auf der grünen Wiese" neu als Bauland aus. Die Bundesbehörde warnt vor den Folgen "dieses verschwenderischen Umgangs mit Flächen".

Luftauffrischer in Kaufhäusern

Umweltbundesamt warnt vor möglichen Nebenwirkungen von Duftstoffen

Duftstoffe müssen nach Auffassung des Umweltbundesamtes für die Gesundheit nicht automatisch gut sein, nur weil sie der Nase gefallen. Manche duftenden Produkte enthielten Substanzen, von denen bekannt sei, dass sie Kontaktallergien auslösen oder relevant für andere Unverträglichkeiten sein könnten. Bestimmte Duftstoffe wie zum Beispiel Moschusverbindungen seien zudem in der Umwelt nur schwer abbaubar und reicherten sich über die Zeit in Umwelt, Mensch und Tier an. Gesundheitliche Unverträglichkeiten durch Duftstoffe sind nach Auffassung der Behörde ein bislang nicht ausreichend beachtetes Thema. Problematisch sei hierbei, dass Duftstoffe zunehmend in Mode kämen.

300.000 Bücher

Umweltbundesamt eröffnet Fachbibliothek in Dessau

Das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau eröffnet am Donnerstag seine Fachbibliothek Umwelt. Sie ist nach Angaben der Behörde die größte Umweltbibliothek Deutschlands. Zum Bestand gehören neben internationaler Fachliteratur, umweltbezogene Kinderbücher und historische Umweltbücher. Insgesamt stehen den Lesern rund 300.000 Bücher, 1000 Zeitschriften und mehr als 3000 Umweltforschungsberichte zur Verfügung.

Studie des Umweltbundesamtes

Umweltbundesamt: 15.000 neue Arbeitsplätze in der Abfallwirtschaft

Die 1993 eingeleiteten Änderungen in der Abfallwirtschaft waren nach Angaben des Umweltbundesamtes nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Eine von der Behörde in Auftrag gegebene Studie der Prognos AG geht davon aus, dass die seitdem getätigten knapp 20 Milliarden Euro Investitionen in moderne Anlagen zur Abfallbehandlung dauerhaft bis zu 15.000 Arbeitsplätze gebracht haben.

Elbehochwasser

Umweltbundesamt will weiterhin Neubauverbot wegen Hochwasserschutz

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, warnt im Streit um das Hochwasserschutzgesetz vor einem faulen Kompromiss. Wer das geplante Neubauverbot in flussnahen Gebieten kippe, zerstöre das Fundament des ganzen Gesetzes, sagte Troge der "Berliner Zeitung". "Wir hätten dann aus den Fehlern der Vergangenheit nichts gelernt. Das wäre eine Kapitulation vor dem Hochwasser", sagte Troge. Angesichts der schrumpfenden Bevölkerung, des anhaltenden Flächenverbrauchs und der Zersiedelung der Landschaft habe es keinen Sinn, ausgerechnet in flussnahen Regionen Neubaugebiete auszuweisen, sagte Troge weiter.

Pflanzenschutzmittel werden untersucht

Umweltbundesamt will Missbrauch von Pflanzenschutzmitteln eindämmen

Eine Langzeituntersuchung des Umweltbundesamts soll den Missbrauch von Pflanzenschutzmittel stoppen. Mehrere Untersuchungen ergaben, dass Pflanzenschutzmittel auf den Feldern falsch angewendet würden, berichtet das Umweltbundesamt. Das bedeute unnötige Belastungen für Mensch und Umwelt. Die Untersuchung soll das Ausmaß des Missbrauchs ermitteln und bei Bedarf die Auflagen verschäfen.

Osterweiterung

Umweltbundesamt warnt vor Aufweichung des EU-Umweltschutzes

Acht Monate nach der EU-Osterweiterung hat der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge, die Brüsseler Umweltpolitik scharf kritisiert und vor einem Aufweichen europäischer Umweltstandards gewarnt. "Die EU-Erweiterung darf nicht dazu missbraucht werden, den vorsorgenden Anspruch der Umweltpolitik in Frage zu stellen", sagte Troge der "Berliner Zeitung". In der Kommission wachse die Ansicht, sich mit dem Argument Erweiterung vornehmlich auf wirtschaftliche Fragen zu konzentrieren. Der Umweltschutz verliere dagegen an Bedeutung.

Umweltbundesamt

Feinstaubkonzentration wegen Verkehrsbelastung "erheblich überschritten"

Das Umweltbundesamt warnt vor feinen Staubpartikeln, die die Gesundheit schädigen können. Vor allem in den Wintermonaten gebe es in Deutschland an einzelnen Tagen immer wieder flächendeckend zuviel Feinstaub in der Luft - so genannte Episoden. Dann werde der gesundheitlich bedenkliche Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft an vielen Messstationen "erheblich überschritten". Die zulässigen Grenzwerte würden zum Teil um den Faktor 3 überschritten. Schuld ist offenbar das hohe Verkehrsaufkommen.

Umweltbundesamt

Flächenverbrauch ist ökologisches, finanzielles und soziales Risiko

105 Hektar Fläche werden täglich in Deutschland neu für Siedlungen und Verkehr genutzt - vor allem im Grünen. Begünstigt wird dies auch durch staatliche Subventionen, wie die Eigenheimzulage, oder falsche Weichenstellungen im Steuersystem wie die derzeitige Grunderwerbsteuer. Das Umweltbundesamt (UBA) hält es für notwendig, die staatlichen Förderungen, die die Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr begünstigen, grundlegend zu reformieren. Denn: Der seit Jahren konstant hohe Flächenverbrauch frisst nicht nur wertvolle natürliche Lebensräume auf. Er wird auch immer mehr zu einem finanziellen und sozialen Risiko für Bund, Städte und Gemeinden.

Weltgesundheitstag

Umweltbundesamt fordert mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer

Zu Fuß gehen und Radfahren müssen sicher sein und attraktiver werden. Das forderte anlässlich des Weltgesundheitstages der Präsident des Umweltbundesamtes, Andreas Troge. Der Weltgesundheitstag steht dieses Jahr unter dem Motto "Road safety is no accident" - "Straßenverkehrssicherheit ist kein Zufall". Zu Fuß gehen und Rad fahren seien die umweltfreundlichsten Arten, sich fortzubewegen. Für eine nachhaltige, also dauerhaft umweltgerechte Mobilität und für die Gesundheit seien sie unverzichtbar. Dennoch würden immer weniger Wege werden zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt.

Umweltbundesamt

Studie fordert Verbesserung von Umweltschutz im Krieg

Krieg bedeutet großes menschliches Leid. Der Schutz der vom Krieg betroffenen Zivilbevölkerung und der beteiligten Soldatinnen und Soldaten ist daher erstes Anliegen des humanitären Völkerrechts. Daneben muss auch die Umwelt im Krieg angemessen geschützt werden - bildet sie doch die natürliche Lebensgrundlage der Menschen. Gegenwärtig gelingt dies dem internationalen Recht nur unzureichend. Eine im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erstellte Studie schlägt kurzfristig militärische Verfahrensregeln als neues Schutzinstrument vor. Sie sollen zu einer besseren Beachtung der Umweltbelange im Krieg führen.