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Journalistenverband warnt vor kommerziellem Druck auf Medien

Pressefreiheit

Der Deutsche Journalisten Verband (DJV) warnt vor einem größer werdenden kommerziellen Druck auf deutsche Medien. Anlässlich des internationalen Tags der Pressefreiheit sagte der DJV-Vorsitzende Siegfried Weischenberg, vor allem Lokalredaktionen würden von ihren Verlegern immer öfter als reine Profitcenter angesehen. Er fügte hinzu: "Auch wir in der Bundesrepublik müssen darauf achten, dass wir uns einen von wirtschaftlichen Interessen unabhängigen Journalismus erhalten."

Auch der Medienbeauftragte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Freimut Duve, mahnte zur Achtung der Pressefreiheit. In vielen Ländern existiere die "Zensur durch Mord", mit der auch andere kritische Journalisten abgeschreckt werden sollen. Nach Informationen der Organisation "Reporter ohne Grenzen" wurden im Jahr 2000 insgesamt 32 Journalisten ermordet.

Laut Journalistenverband beklagt insbesondere die Verhältnisse in Ländern wie Äthiopien, Iran und China, wo Journalisten immer öfter Verbrechen zum Opfer fielen und sogar wegen ihres Berufes ermordet würden.

Allerdings sei auch die Entwicklung in manchen Staaten des ehemaligen Ostblocks nicht gerade erfreulich. "Am Beispiel Russlands sehen wir, dass neue Regierungen nicht immer das gleiche Verständnis von Pressefreiheit haben wie wir", sagte Weischenberg vom DJV. Gerade für EU-Beitrittskandidaten müssten solche internationale Regeln eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, forderte der DJV-Vorsitzende. "Wir werden uns in der EU keine Staaten leisten können, die eine tatsächliche Pressefreiheit in ihrem Land nicht garantieren."

Nach Einschätzung von "Reporter ohne Grenzen" ist die Pressefreiheit in 28 der 189 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen besonders bedroht, in weiteren 65 ist die Situation besorgniserregend.

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