Konjunktur
Deutsche Unternehmen erwarten keinen baldigen Aufschwung
Die Stimmung in der Wirtschaft sei derzeit gedrückt, und die Konjunktur bleibe labil, erklärte Wansleben. Für die Umfrage hat der DIHK mehr als 25000 Unternehmen befragt. Beim Wirtschaftswachstum für das laufende Jahr seien "nicht mehr als 0,5 Prozent drin", sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer. "Neben überhöhten Tarifrunden in Deutschland bleiben als Risiken für die
Konjunktur im Jahr 2002 die Nachwirkungen der Terroranschläge in den USA." Die schlechten Ertragsaussichten der Unternehmen im laufenden Jahr deuteten auf einen weiteren Anstieg der Insolvenzen hin.
Hoffnungsträger für den Aufschwung ist der Umfrage zufolge der Export, während die Unternehmen der Binnennachfrage auch in diesem Jahr "keine Kraft zutrauen". Die Ausfuhren können 2002 nach Einschätzung der Unternehmen jedoch nicht im Tempo der vergangenen Jahre gesteigert werden. Der Export in die Länder der Europäischen Union wird nach Meinung der Unternehmen "wieder an Dynamik gewinnen" und auch der Absatz in die USA wieder zulegen.
Große Absatzhoffnungen machen sich die Unternehmen der Umfrage zufolge in China. Insgesamt werde in den asiatischen Ländern mit einer stärkeren Nachfrage als 2001 gerechnet. Von Japan würden jedoch keine positiven Impulse erwartet. In Mittel- und Osteuropa sehen die Unternehmen gute Chancen für den Export. Erste Anzeichen für eine Besserung der Konjunktur gibt es aus Sicht der Unternehmen in der Industrie. Auch im Dienstleistungsbereich überwiegen die zuversichtlichen Stimmen. Im Handel und vor allem in der Bauwirtschaft herrsche hingegen Skepsis vor.
Am Arbeitsmarkt stehen der DIHK-Umfrage zufolge die Zeichen weiter auf Abbau. "Die Unternehmen haben ihre ohnehin schon restriktiven Beschäftigungsplanungen für 2002 nochmals nach unten korrigiert", sagte Wansleben. Die Arbeitslosenzahl werde 2002 durchschnittlich mehr als vier Millionen erreichen. Trotz Beschäftigungsabbaus und steigender Arbeitslosigkeit fehlten vielerorts qualifizierte Fachkräfte. Deshalb seien Strukturreformen am Arbeitsmarkt notwendig.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 13. Feb. 2002 unter:
arbeitStichworte:
« Deutsche Luftfahrtindustrie will Wehrtetat von 26 Milliarden Euro
Murdoch kündigt Trennung von Kirch an »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Kleinwaffen sind kein Spielzeug
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
