Welternährungsgipfel in Rom
Regierungen verpflichten sich auf Menschenrechte
"Die Selbstverpflichtung der Regierungen auf das Recht auf Nahrung bedeutet einen Durchbruch. Nach der erschreckenden Bilanz der Hungerbekämpfung seit 1996 ist die Grundlage für eine neue Qualität in der Debatte gelegt", so Windfuhr weiter. 1996 hatten sich die Regierungen auf eine Reduzierungen der Zahl der Hungernden bis 2015 gesteckt, das bei weitem verfehlt wurde. Nun hat "die Staatengemeinschaft" sich darauf geeinigt, eine freiwillige Richtlinie zum Recht auf Nahrung innerhalb von zwei Jahren vorzulegen. "Erstmals innerhalb der letzten Jahre hat sich die internationale Staatengemeinschaft gegen die Blockade der US-Regierung in der Menschenrechtspolitik durchgesetzt. Dies wird auch für die weitere Menschenrechtspolitik von Bedeutung sein."
Der Verabschiedung der Erklärung waren tagelange Auseinandersetzungen um einen Konsens vorausgegangen und ein Scheitern der Verhandlungen war lange in Sicht. Letztlich war die Delegation der Vereinigten Staaten offenbar alleine in ihrer Ablehnung der ausdrücklichen Betonung der Menschenrechte und konnte mit einer Kompromissformel überzeugt werden, berichteten Teilnehmer der deutschen Delegation. FIAN ist eine internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht sich zu ernähren. 1986 gegründet, sind bei FIAN (FoodFirst Informations- & Aktions- Netzwerk) heute in Deutschland mehr als 1.300 Menschen Mitglieder. In elf weiteren Staaten Asiens, Europas, Lateinamerikas und den USA gibt es FIAN-Sektionen.
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Am 10. Jun. 2002 unter:
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