Nitrofen-Skandal
Verbraucherzentrale fordert scharfe Kontrollen
Staatliches Lebensmittel-Monitoring auch auf Rückstände verbotener Pestizide solle ein Teil zur Lösung beitragen. Das gemeinsam von Bund und Ländern seit 1995 durchgeführte systematische chemisch-analytische Mess- und Beobachtungsprogramm müsse sofort um Tests auf die jeweils verbotenen Pflanzenschutzmittelrückstände ergänzt werden.
Die Kontrollen in der ökologischen Produktion seien außerdem zu lasch. Verbraucher müssen sich bei Öko-Produkten auf eine besondere Zusatz-Qualität verlassen können. Deshalb müsse es bei den Standardkontrollprogrammen zur Vergabe des Biosiegels eine Verpflichtung geben, auch eine bestimmte Anzahl konkreter Produktanalysen durchzuführen. Gegenwärtig werde in der Regel lediglich auf dem Papier geprüft. Außerdem werde zur Zeit nicht routinemäßig kontrolliert, ob im Bioanbau verbotene Substanzen eingesetzt werden. Gleichzeitig sei die staatliche Überwachung der Kontrollstellen in den Ländern zu verschärfen.
Lagerstätten für Futter- und Lebensmittel müssten bundesweit auf Altlasten und Unbedenklichkeit regelmäßig staatlich überprüft werden. Die Ergebnisse sollten in eine bundesweite öffentlich zugängliche Datenbank eingestellt werden.
Das gegenwärtig im Vermittlungsausschuss des Bundesrats liegende Verbraucherinformationsgesetz sollte auf jeden Fall verabschiedet werden. Der Gesetzentwurf sollte die Auskunftspflicht der Behörden einführen.
Auch die Bio-Anbieter müssten ihre Informationen über betroffene Produkte und Marken offen legen und veröffentlichen. Dazu gehört die Nennung aller betroffenen Produkte und Handelsmarken, insbesondere der Chargennummern sowie eine Auflistung der gesperrten Höfe und Betriebe. Des weiteren ist eine gesetzliche Verpflichtung der Lebensmittelunternehmen zur Meldung an die Behörden auch in den Fällen nötig, in denen das Produkt nicht den Vorschriften zum Schutz der Gesundheit entspricht und erste entsprechende Hinweise dem Unternehmen vorliegen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 06. Jun. 2002 unter:
verbraucherschutzStichworte:
« Quecksilberwerte in Walfleisch ernüchtern Forscher
Bodewig hält am Transrapid fest »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
