Aktion zum Antikriegstag

Türken und Kurden fordern Recht auf Kriegsdienstverweigerung

45 türkische und kurdische Wehrpflichtige werden am Samstag, 31. August, in Frankfurt/Main im Rahmen einer Demonstration ihre Kriegsdienstverweigerung erklären. Viele von ihnen sind Mitglieder der Deutschen Friedensgesellschaft DFG-VK und lehnen die Ableistung des Militärdienstes aus Gewissensgründen ab. "Im Gegensatz zu den Staaten der Europäischen Union weigert sich die Türkei hartnäckig, das Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung anzuerkennen", erklärt der Vorsitzende des Berliner Landesverbandes der DFG-VK.

Der Vorsitzende, der auf der Kundgebung in unmittelbarer Nähe des türkischen Generalkonsulats sprechen wird, weist darauf hin, dass Kriegsdienstverweigerer in der Türkei als Fahnenflüchtige verfolgt werden. Die türkische Politik wird immer noch von den Militärs bestimmt. Wer sich ihnen verweigert, muss mit schwer wiegenden Konsequenzen rechnen. "Wir wissen von mehreren Kriegsdienstverweigerern, die nach ihrer erzwungenen Rückkehr in die Türkei sofort zum Militär gezwungen wurden. Dort sind Misshandlungen an der Tagesordnung, einige sind 'verschwunden' oder getötet worden", so der Vorsitzende .

Eine Forderung der Kundgebung aus Anlass des Antikriegstages ist deshalb die Anerkennung türkisch-kurdischer Kriegsdienstverweigerer als politisch Verfolgte und Asylberechtigte.

Die Demonstration beginnt am 31. August um 10 Uhr in Frankfurt/Main an der Bockenheimer Warte und führt zur Zeppelinallee. Dort werden die Kriegsdienstverweigerer mit einer Kundgebung und einer Performance auf ihr Anliegen aufmerksam machen. Anschließend werden sie eine Erklärung, den Militärdienst zu verweigern, unterschreiben und dem türkischen Generalkonsulat übergeben.

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