Aktionstag gegen Abschiebung

"Tag der offenen Tür" prangert Zwangsmaßnahmen gegen Flüchtlinge an

Am 2. November findet ein bundesweiter Aktionstag unter dem Motto "Tag der offenen Tür" statt, der zugleich den Auftakt zu einer Kampagne gegen Abschiebungen, Abschiebeknäste und Abschiebelager bildet. Anlass zu dieser Kampagne der Initiative gegen Abschiebehaft ist die in Deutschland derzeit stattfindende Entwicklung, ein neues Modell von Zwangsmaßnahmen gegen Flüchtlinge zu etablieren: Abschiebelager, die verharmlosend "Ausreisezentren" genannt werden.

Diese neue Form der Ausgrenzung und Abschottung von Flüchtlingen und Migranten ist im neuen sogenannten "Zuwanderungsgesetz" vorgesehen, das ab 2003 in Kraft treten soll. Die in diesen Lagern festgehaltenen Menschen sollen unter weitest gehendem Entzug ihrer Persönlichkeitsrechte und massivem behördlichen und psychologischen Druck zur "freiwilligen" Ausreise gezwungen werden. Die bereits bestehenden Modellprojekte in Braunschweig, Oldenburg und Bramsche (Niedersachsen), Ingelheim (Rheinland-Pfalz) und Halberstadt (Sachsen-Anhalt) sowie Fürth (Bayern) zeigen, dass diese Zwangsmaßnahmen mehr als die Hälfte der Betroffenen in die Illegalität treiben.

Im Rahmen des Aktionstages finden am 02. November in mehreren Städten Aktionen verschiedener Initiativen statt. Darunter in Berlin, Düsseldorf, Ingelheim, Hamburg, Hannover, Leipzig, München, Rendsburg, Tübingen und Trier.

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