Ökologischer Fußabdruck
Bundesbürger verbrauchen doppelt soviele Ressourcen wie ihnen zustehen
Die Aktion soll unter jungen Verbrauchern das Bewusstsein für mehr globale Gerechtigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt schärfen. „Auch die Jugendlichen in den Industrienationen müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und durch bewusste Kaufentscheidungen aktiv am Prozess einer nachhaltigen Entwicklung mitwirken“, so Prof. Edda Müller, Vorstand des vzbv. Dabei könne weniger oft mehr sein.
Dass viele Jugendliche dazu durchaus bereit sind, zeigen zahlreiche Artikel von Jugendlichen in dem Onlinemagazin. So haben bereits zahlreiche Schulen von Norwegen bis Italien an dieser Aktion teilgenommen und ihren eigenen Verbrauch ermittelt, sie haben Fragen zur Ernährung, zum Energieverbrauch und zur Mobilität beantwortet und mit der tatsächlichen ökologischen Kapazität der Erde verglichen. Die bereits vorliegenden Ergebnisse der Aktion sind mit Hintergrundinformationen zum „Ökologischen Fußabdruck“ nachzulesen. Schulklassen sind aufgerufen noch mitzumachen, ihre Werte zu ermitteln und auf yomag.net zu veröffentlichen. Zudem kann im Forum jeder mit anderen Jugendlichen über nachhaltigere Lebensstile diskutieren.
Der „Ökologische Fußabdruck“ veranschaulicht, welchen Abdruck wir mit dem Verbrauch von Produkten und Dienstleitungen auf unserem Planeten hinterlassen. Dazu werden zunächst die verschiedenen Ressourcen summiert, die eine Gruppe oder einzelne Person verbraucht. Auf dieser Grundlage wird dann ausgerechnet, wie viel Hektar an produktivem Land nötig wären, diese Ressourcen bereitzustellen.
Demnach stehen heute jedem Erdenbürger durchschnittlich 1,9 Hektar (ha) nutzbare Land- und Wasserfläche zur Verfügung. In Deutschland stehen dem durchschnittlich 4,7 ha Verbrauch gegenüber. Übertroffen wird der deutsche Lebensstil von den USA mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 9,7 ha. Am anderen Ende der Skala befinden sich die armen Länder der südlichen Hemisphäre: So verbraucht ein Einwohner in Äthiopien lediglich 0,78 ha, ein Einwohner Burundis sogar nur 0,48 ha. Dabei emittiert ein Deutscher pro Kopf und Jahr rund 10 Tonnen Kohlendioxid, ein Nordamerikaner 19 und ein Afrikaner 1,7 Tonnen.
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