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Hiroshimas Bürgermeister "für den Frieden" in Berlin

Atomwaffen abschaffen

Hiroshimas Bürgermeister Tadatoshi Akiba wirbt vom 20. bis zum 21. Januar in Berlin für die internationale Kampagne "Atomwaffenfrei bis 2020". Im Vorfeld der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages (NVV) im Mai in New York macht er sich als Präsident der internationalen Friedensorganisation "Mayors for Peace" (Bürgermeister für den Frieden) für die weltweite Abschaffung der Atomwaffen stark. Die Kampagne fordert, dass sich die Teilnehmer der Überprüfungskonferenz im Mai darauf verständigen, Verhandlungen zu beginnen, die das Ziel haben, dass Atomwaffen bis 2020 weltweit geächtet werden. Ausserdem liegt ein fertig ausgearbeiteter Plan vor, der als Vorschlag und Modell dienen soll, um zu zeigen, dass und wie dieses Ziel erreichbar wäre. Bisher sind 174 Städte und Gemeinden in Deutschland Mitglied bei den Bürgermeistern für den Frieden. Bislang 31 davon unterstützen die Aktion "Atomwaffenfrei bis 2020" aktiv.

Akiba präsentiert den Plan Außenamts-Staatsministerin Kerstin Müller, Vertretern des Unterausschusses des Bundestages für Abrüstungsfragen und dem Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper. Er sieht vor, dass die Länder der Weltgemeinschaft im kommendem Jahr Verhandlungen beginnen, die fünf Jahre später abgeschlossen sein sollen. Im Jahr 2020 könnten dem Plan zufolge sämtliche weltweiten Nuklear-Arsenale geräumt sein.

Laut den "Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges" (IPPNW) ist die Situation für die "Bürgermeister für den Frieden" voll großer Herausforderungen. Dazu gehörten beispielsweise der schwelende Konflikt der Internationalen Atomenergiebehörde um Irans Atomprogramm.

Auch sei besorgniserregend, dass die USA angekündigt hätten, den Atomwaffensperrvertrag "abzurüsten", sich also nicht mehr an die Verpflichtung zur Abschaffung vorhandener eigener Atomwaffen halten zu wollen.

Umso ermutigender sei der Einsatz der Bürgermeister, meint die Ärzteorganisation. Die Stadtoberhäupter handelten in Verantwortung für die Bürger "ihrer" Städte. Ihr weltweiter Protest gegen die Bedrohung durch Atomwaffen werde nicht überhört werden können.

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