Kyoto als Anfang
Klima-Baustelle vor dem Bonner Rathaus
Den Stein für Deutschland fügt Bundesumweltminister Jürgen Trittin persönlich in das Fundament ein. Doch die Baustelle soll Trittin und allen anderen Politikern bewusst machen, dass das Kyoto-Abkommen nur ein erster Startschuss ist und der Klimaschutz dringend weiter entwickelt werden muss.
"Es ist unsere Zukunft, die auf dem Spiel steht", sagt Tobias Madrè, 19 Jahre, aus der Greenpeace-Jugendgruppe Bonn. "Um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden, muss weit mehr getan werden, als nur das, was im Kyoto-Protokoll vereinbart ist." Und Pirkko Bell, 18 Jahre, auch aus Bonn, fügt hinzu: "Der Klimawandel hat längst begonnen. Anstatt sich selber auf die Schultern zu klopfen, gilt es, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken - weitere Schritte für den Klimaschutz müssen folgen."
Daher fordert Greenpeace zum Festakt im Bonner Rathaus, was zur Rettung des Klimas getan werden muss: Die Industriestaaten müssen ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 um 80 Prozent senken. Die USA, die mehr als ein Viertel der weltweiten klimaschädlichen Treibhausgase verursachen, sollen dem Klimaschutzabkommen beitreten.
Vor dem Austritt aus dem Kyoto-Protokoll im Jahr 2001 hatten sich die USA verpflichtet, ihren Ausstoß an Klimagasen bis 2012 um sieben Prozent zu verringern. Stattdessen stieg der Ausstoß bislang um 16 Prozent. Mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls durch Russland im Oktober letzten Jahres kann das Klimaschutzabkommen heute in Kraft treten. Damit ist das einzige international verbindliche Regelwerk zur Verringerung der Klimagase endlich rechtskräftig. Greenpeace appelliert an alle Staaten, die das internationale Klimaschutzabkommen unterzeichnet haben, weitergehende Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgase jetzt anzupacken.
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Am 17. Feb. 2005 unter:
politikStichworte:
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Die Arktis verkommt zur chemischen Müllhalde der Erde »
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