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Volkswagen zahlte Firma von ehemaligem Ministerpräsidenten 100.000 Euro

Wofür?

Der Automobilkonzern "Volkswagen" hat der Firma des ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel 100.000 Euro bezahlt. Die beträchtliche Summe floss auf Basis eines Beratervertrages zwischen Volkswagen und Gabriels erst Mitte 2003 gegründeten Firma CoNeS. Bei dem Vertrag sei es um eine Analyse zum Thema "Entwicklung der europäischen Industriepolitik" gegangen, sagte der derzeitige niedersächsische SPD-Fraktionschef. Gabriel muss nun nach Auffassung von CDU-Fraktionschef David McAllister erklären, warum eine kleine unbekannte Firma in Halle einen 100.000-Euro-Auftrag von VW erhalte.

"Bei VW scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen, wenn der SPD-Oppositionsführer zur persönlichen Sinnfindung und auf dem Weg in die Selbstständigkeit mit 100.000 Euro gecoacht wird", sagte CDU-Generalsekretär Friedrich-Otto Ripke.

Gabriel soll außerdem Teilhaber einer weiteren Firma gewesen sein. Laut Bild-Zeitung war Gabriel bis zum 31. Dezember 2004 an der "Strunz & Friends Marketing GbR" mit Sitz in Halle beteiligt. Namensgeber der Firma sei der Ex-Fußballnationalspieler und heutige VfL-Wolfsburg-Manager Thomas Strunz.

Der Miteigentümer der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, Lutz Lehmann, sagte dem Blatt, die Firma sei im Herbst 2003 gegründet worden. Diese Nebentätigkeit sei beim Landtagspräsidenten angemeldet. Gabriels früherer Teilhaber und Ex-RTL-Sportchef Ulli Potofski sagte der Zeitung: "Wir wollten Gabriels gute Beziehungen nutzen und zusammen Sportler und Pop-Musiker vermarkten." Gabriel war zeitweise Pop-Beauftragter der SPD.

Was die umstrittenen VW-Nebenverdienste der niedersächsischen SPD-Landtagsabgeordneten Ingolf Viereck und Hans-Hermann Wendhausen angeht, steht eine endgültige Klärung noch aus. Die beiden Politiker sollen jahrelang vom VW-Konzern Gehalt bekommen haben, ohne eine Gegenleistung dafür erbracht zu haben. Voraussichtlich im März will der niedersächsische Landtagspräsident Jürgen Gansäuer (CDU) den Fall abgeschlossen und über die Frage entschieden haben, ob die beiden Abgeordneten Geld zurückzahlen müssen.

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