Gegen Abnamegarantie
Deutscher Elektrizitätsverband möchte offenbar Erneuerbare Energien bremsen
Nach Auskunft von BWE und BEE steigt der Anteil der Erneuerbaren am gesamten Strommarkt jedes Jahr um etwa ein Prozent. In diesem Anstieg und dem damit verbundenen Verlust bei den fossilen Energieträgern sehen die Verbände das Motiv des VDEW.
Das vom VDEW-Projektkreis vorgeschlagene "Integrationsmodell" sieht ein Bonussystem und Zertifikate vor. Es beinhaltet ausdrücklich den Wegfall der Abnamegarantie, die durch das EEG eingerichtet wurde.
Ralf Bischof vom BWE betonte, die Kleinproduzenten hätten überhaupt kein Druckmittel, um mit einem der deutschen Stromriesen über den Preis zu verhandeln. Sie müssten aber andererseits langjährige Abnahmeverträge vorweisen, da Banken Investitionssicherheit verlangten.
In den Papieren des VDEW ist die Rede davon, "Kleinstanlagen einen Preis von Null Cent pro Kilowattstunde zu garantieren". Die Produzenten sollten zwar einen Bonus bekommen, der anfangs über der Vergütung durch das EEG läge, später aber sänke, so BEE-Geschäftsführer Milan Nitzschke. Anders als beim EEG würden dann die Konzerne festlegen, wie viel Bonus bezahlt wird.
Bischof sprach von einem reinen "Deckmantel der Erneuerbare Energien-Förderung", unter dem eigentlich nur Konkurrenten beseitigt werden sollten. In den vom VDEW als positiv herausgestellten Ländern sei der Ausbau erneuerbarer Energiern zurückgegangen. Dort seien quasi nur noch die Großkonzerne im Geschäft.
Vergleichbar sei dies auch mit dem Fall bei der Kraft-Wärme-Kopplung(KWK) dessen Ausbaustopp sehr ähnlich verlaufen sei. Interessanterweise ist in dem internen Papier des VDEW ausdrücklich die Rede davon, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um eine erneute Diskussion im KWK-Bereich zu verhindern.
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