Schäden im zweiten Quartal vervierfacht
Zombie-PCs vermehren sich rasant
Die Sicherheitsexperten haben so genannte Zombie-Netzwerke als zunehmende Gefahr für Privatuser und Unternehmen identifiziert. Die Bots verbreiten sich vorrangig über die Server von Chatrooms oder Filesharing-Netzwerke und bleiben von den PC-Usern selbst meistens unentdeckt, berichtet das Branchenportal Cnet. Wer nicht regelmäßig alle Sicherheitsupdates für sein Windows installiert, kann seinen Rechner sogar durch das reine Herstellen einer Internetverbindung infizieren. Auch die Sicherheitslücken des weit verbreiteten Internet Explorer werden häufig ausgenutzt. Doch nicht nur Fehler der Software machen es den Angreifern leicht, auch der Umstand, dass die meisten Windows-Nutzer - meist ohne es zu wissen - mit Administrator-Rechten arbeiten. Ein Klick auf einen Mail-Anhang oder der Besuch einer präparierten WWW-Seite reichen dann aus. Nach der Infektion mit einem solchen Schadensprogramm können Eindringlinge von außerhalb die Kontrolle über den PC übernehmen, Passwörter und andere Daten ausspionieren und den Rechner des Opfers missbrauchen, um Werbemails zu versenden und andere Computer angreifen.
Im abgelaufenen zweiten Quartal ist laut McAfee etwa die Zahl neuer unerwünschter Schadensprogramme gegenüber dem Vorquartal um zwölf Prozent gestiegen. Die Anzahl der von den Experten entdeckten Sicherheitslücken kletterte um fünf Prozent auf über 1.000. McAfee warnt darüber hinaus vor der zunehmenden Anzahl von Attacken mit finanziellem Hintergrund. So war kürzlich der erste Virus aufgetaucht, der den Inhalt der Festplatte des betroffenen Rechners verschlüsselt und eine Entschlüsselung gegen Zahlung eines Lösegeldes anbietet. Zudem sind Fälle bekannt, in denen Unternehmen wie Online-Casinos erpresst wurden, dass ihr Web-Angebot zu bestimmten, besonders wichtigen Terminen lahmgelegt würde, wenn sie nicht Schutzgeld zahlten.
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Am 12. Jul. 2005 unter:
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