"Demokratie in Gefahr"
Staatsrechtler kritisiert faktisches Selbstauflösungsrecht des Parlaments
Der Kanzler habe "nun schon bei einem gefühlten Misstrauen die Möglichkeit, Neuwahlen zu beantragen, betonte der Wissenschaftler. Das könne letztlich dazu führen, "dass die Stabilität unserer Demokratie in Gefahr" gerate.
"Immerhin haben wir jetzt Rechtssicherheit", so Epping, "weil das Bundesverfassungsgericht dem Bundeskanzler einen so weiten Einschätzungsspielraum einräumt, dass kaum noch entsprechende Klagen denkbar sind."
Schlink: Auflösung im Zusammenspiel zwischen Bundestag, Bundeskanzler und Bundespräsident
Der Berliner Verfassungsrechtler Bernhard Schlink, der die Bundesregierung in den Verhandlungen über die angefochtene Neuwahl vor dem Verfassungsgericht vertreten hatte, schließt die Einführung eines Selbstauflösungsrechts des Bundestags aus. "Ein Selbstauflösungsrecht des Bundestags wird es auch in Zukunft nicht geben", sagte Schlink dem "Reutlinger General-Anzeiger".
Alle, die es bislang diskutiert hätten, seien am Ende doch zur Auffassung gelangt, dass die Auflösung im Zusammenspiel zwischen Bundestag, Bundeskanzler und Bundespräsident herbeigeführt werden müsse, so Schlink. "Es wäre vielleicht eine Erwägung wert, den Artikel 68 in der Weise zu modifizieren, dass 'Vertrauen' kein dermaßen aufgeladener Begriff mehr ist", sagte Schlink weiter.
Das sei allerdings "jetzt nicht mehr so nötig", nachdem das Bundesverfassungsgericht die Rechtssprechung "stabilisiert" habe. Nun gebe es eine - von ihm nicht näher definierte - "äußerste Missbrauchsgrenze", bei der das Bundesverfassungsgericht einschreite: "Vor dieser Grenze fällt die Entscheidung jedoch im Zusammenspiel der drei Verfassungsorgane Kanzler, Parlament und Bundespräsident."
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 26. Aug. 2005 unter:
justizStichworte:
« Bundeswehr-Einheiten für weltweite Einsätze "längst in Bereitschaft"
Schröder bezeichnet rot-grüne Reformmaßnahmen als unumgänglich »

Suchmachinenoptimierung
Wir optimieren Ihre Webseite. Mehr relevante Besucher = Mehr Umsatz. Lesen Sie mehr über unsere Stärken
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Erneuerbare-Energien: Solarprogramm für den Iran
- Globalisierung: Occupy gegen den Kapitalismus
- Wellness: Nordic Walking wird Sie begeistern
- Gewerkschaften verhindern Arbeitskampf
- DIE LINKE: Warum Sahra Wagenknecht die Richtige ist
- ESSO: Milliarden mit schwarzen Gold | Profit um jeden Preis
- SPD und Piratenpartei zum Urheberrecht
- Wellness durch Yoga Übungen
- Depression: Symptome, Test und Hilfe bei Depressionen
- Birgit Corinna Lange: Über Liebestaumel, Amerika und New York
