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Aleviten fordern Beitrag Deutschlands zur Lösung der Kurden-Frage

Für Freilassung der Bergsteiger

Die Alevitische Gemeinde in Deutschland hat die sofortige Freilassung der drei in der Osttürkei entführten deutschen Bergsteiger gefordert. Die Bundesrepublik als rechtstaatlicher und demokratischer Staat dürfe sich nicht erpressen lassen, sagte der Generalsekretär der Aleviten, Ali Ertan Toprak, am Montag (14. Juli) in Köln. Zugleich fordern die Aleviten einen Beitrag Deutschlands zur Lösung der Kurden-Frage.

Er kritisierte zudem die von der kurdischen Rebellenorganisation PKK angeführte Rechtfertigung der Geiselnahme. "Die Behauptung, dass Deutschland eine kurdenfeindliche Politik verfolgt, ist nicht sachgerecht", meint Toprak. Schließlich habe die Bundesrepublik Hunderttausenden Kurden vor türkischer Verfolgung Schutz gewährt und diese aufgenommen. In Deutschland leben nach Angaben der Alevitischen Gemeinde zwischen 600.000 bis 800.000 Menschen, die kurdischstämmig sind. Viele von ihnen sind zugleich Aleviten.

Zugleich forderte er die Bundesregierung auf, einen größeren Beitrag für eine politische Lösung des seit Jahrzehnten andauernden Kurdenkonfliktes zu leisten. Die Kurden seien "die Tibeter der Türkei". Die honorige Haltung der Bundesregierung in der Tibet-Frage sollte auch an den Tag gelegt werden, wenn es um die Kurden in der Türkei geht", forderte Toprak.

Die drei 65, 47 und 33 Jahre alten Bergsteiger aus Bayern waren am vergangenen Dienstagabend entführt worden. Die zehn Kameraden der Entführten kehrten am Freitagabend wieder nach Deutschland zurück. Das Auswärtigen Amtes hat einen Krisenst gebildet.

Die PKK hatte in einer Erklärung am Donnerstag gefordert, der deutsche Staat solle seine "feindliche Politik" gegenüber dem kurdischen Volk und der PKK aufgeben.

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