Keine Chance für Rauchverbot am Steuer

Auto-Unfälle

Die Forderung einiger Bundestagsabgeordneter aus CDU und SPD nach einem Rauchverbot am Steuer findet keine Unterstützung. Das Bundesverkehrsministerium lehnte am Dienstag einen solchen Schritt ab. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach sich dagegen aus.

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, ein Rauchverbot am Steuer sei nicht geplant. Es gebe keine Zahlen, die darauf hindeuteten, dass Rauchen eine signifikante Unfallursache sei. Sie bewegten sich "noch nicht mal im Promillebereich". Im Verkehrsministerium habe es deshalb darüber auch noch keine Debatte gegeben.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Manfred Heise sowie die SPD-Abgeordneten Rainer Arnold und Rita Streb-Hesse hatten sich für ein Rauchverbot am Steuer ausgesprochen, da dies genau wie das Telefonieren mit dem Handy den Autofahrer ablenke.

Mit einer solchen Diskussion entwerteten die Bundestagsabgeordneten die Bemühungen der Polizei, das Telefonieren im Auto ohne Freisprecheinrichtung zu unterbinden, betonte Freiberg. Für die Polizei sei es schon schwer genug, das Handy-Verbot am Steuer durchzusetzen. "Unverbesserliche Telefonakrobaten werden sich jetzt sagen: Sollen die doch erst den Rauchern das Herumhantieren mit der Zigarette abgewöhnen." Nicht alles, was der Verkehrssicherheit abträglich sei, dürfe gesetzlich verboten werden. Als Beispiele nannte der Gewerkschaftschef Essen, Trinken und Schminken.

Die Einhaltung solcher Verbote könne gar nicht ausreichend kontrolliert werden. Wer mehr Sicherheit auf der Straße wolle, müsse die Verkehrsüberwachung stärken und andererseits das Bewusstsein der Fahrer für selbst verursachte Gefahrensituationen schärfen. Dabei spiele das Rauchen ebenso eine Rolle wie das Hantieren am CD-Player oder zu lauter Musikgenuss, sagte Freiberg.