Grindwal-Rettung an der US-Ostküste

Tierschutz

Der deutsche Tierschutzaktivist und Grindwalexperte Jürgen Ortmüller aus Hagen-Hohenlimburg begrüßte die Rettungsaktion von 46 gestrandeten Grindwalen vor der US-Ostküste im Bundesstaat Massachusetts. Bis zu 2000 Schaulustige hatten sich am Strand von Cape Cod zusammengefunden, um die Rettungsaktion durch Hunderte von Helfern für die Grindwale zu sehen. Ortmüller räumte den Walen jedoch keine große Überlebenschance ein, weil durch das erneute Stranden von schon geretteten Walen im Schlamm an der Küste die Kräfte der Wale aufgebraucht seien und Umweltgifte das Immunsystem der Grindwale schon erheblich geschwächt hätten.

Monsanto setzt sich für ersten Genweizen kein Zeitlimit mehr

Protesterfolg

Der international tätige Saatgut-Gigant Monsanto hat seine Aussage, den ersten gentechnisch veränderten Weizen im Jahr 2005 auf den Markt zu bringen, zurückgezogen. Monsanto bestätigt laut New York Times nicht, dass der Markteintritt verschoben wird. Es heißt lediglich, dass das Saatgut auf den Markt kommt, wenn alle Ziele erreicht sind. Zu den Anforderungen zählt auch ein System, das den Genweizen von traditionell angepflanztem Weizen trennt.

Schulung soll Medizin in Entwicklungsländern vorantreiben

Trainingsprogramm

Die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung veranstaltet vom 5. August bis 13. September ein Internationales Trainingsprogramm. Dabei sollen Wissenschaftler aus Entwicklungsländern mit Spezialwissen ausgestattet werden, damit sie nach ihrer Rückkehr die Infektions- und Impfstoffforschung in den Heimatländern vorantreiben können. Die Teilnehmer stammen aus Indien, Thailand, von den Philippinen, Indonesien, Brasilien, Argentinien, Uganda und Nigeria.

NPD kann sich bis 30. August zum V-Mann-Schriftsatz äußern

Verbotsverfahren

Im NPD-Verbotsverfahren wird das Bundesverfassungsgericht den kompletten Schriftsatz von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat zur V-Mann-Problematik der rechtsextremistischen Partei zuleiten. Die NPD könne dazu bis zum 30. August Stellung nehmen, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Der Schriftsatz inklusive aller Anlagen im Umfang eines Aktenordners war am Dienstagabend beim Verfassungsgericht fristgerecht eingegangen. Der Schriftsatz allein war dem zuständigen Zweiten Senat bereits am Freitag per Fax vorab zur Kenntnis gegeben worden.

Kartellamt stoppt vorläufig Vergabe für Lkw-Mautsystem

Verkehr

Das Bundeskartellamt hat eine frühzeitige Vergabe für den Aufbau und Betrieb eines streckenabhängigen Lkw-Mautsystems auf deutschen Autobahnen vorerst gestoppt. Das Bundesverkehrsministerium hatte beantragt, ihm die Erteilung des Zuschlags an eine aus Deutscher Telekom, DaimlerChrysler Services und Cofiroute bestehende Bietergemeinschaft noch vor Abschluss des Nachprüfungsverfahrens zu gestatten. Das Bundeskartellamt teilte mit, würde man den Zuschlag schon jetzt gestatten, hätte dies irreversible Nachteile für den ausgeschlossenen Mitbieter. Ein einmal erteilter Zuschlag könne nicht mehr aufgehoben werden.

Geheimer Acker mit Gen-Mais aufgedeckt

Greenpeace:

Greenpeace hat einen bisher unbekannten Acker mit genmanipuliertem Mais bei Wölfersheim-Soedel (Wetteraukreis) in Hessen entdeckt. Um den Acker zu kennzeichnen, haben Aktivisten eine vier Meter grosse Maiskolben-Attrappe aufgestellt und ein Transparent aufgehängt mit der Aufschrift "Gefahr: Hier wird heimlich Gen-Mais angebaut". Auf dem Feld wächst nach Greenpeace-Recherchen der Gen-Mais Bt-176 des schweizerischen Gentechnik-Konzerns Syngenta. Greenpeace bietet der Öffentlichkeit vor Ort an, die Pflanzen in einem mobilen Gen-Labor selbst auf Gentechnik zu testen.

Bärenklau entwickelt sich zur Plage

Giftiger Urwald in Brandenburg

Die Haut an Armen und Beinen schlägt Blasen, es entstehen stark juckende Entzündungen und Wunden. Was angesichts der Symptome an schwere Verbrennungen erinnert, wird nicht durch Feuer, sondern durch Pflanzen hervorgerufen. Der aus dem Kaukasus eingeschleppte Riesen-Bärenklau hinterlässt schmerzhafte Verletzungen, sobald man bei Sonneneinstrahlung mit ihm in Berührung kommt. "Es ist wirklich eine Qual, je nach Verbrennungsgrad können auch böse Narben zurückbleiben", sagt Wolfgang Funke, Amtsdirektor der ostbrandenburgischen Gemeinde Steinhöfel/Heinersdorf.

Seehundstaupe an der Nordseeküste?

Symptome bei fünf toten Tieren festgestellt

Die gegenwärtig in Schweden und Dänemark grassierende Seehundstaupe ist offenbar auch an der ostfriesischen Nordseeküste ausgebrochen. Bei zwei verendeten Tieren, die vor einer Woche an der Küste gefunden wurden, haben Wissenschaftler nach Angaben des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) die gefährliche Krankheit bereits nachgewiesen. Fünf von weiteren sieben gefundenen toten Tieren hätten eindeutige Symptome der Seehundstaupe. Allerdings stehen die Ergebnisse der virologischen Untersuchung noch aus. An der schleswig-holsteinischen Küste herrscht bei den Tierschützern Alarmbereitschaft.

Sinti und Roma kritisieren Benachteiligung bei NS-Zwangsarbeiter-Entschädigung

Auszahlung durch UN-Organisation ungünstig

Sinti und Roma fühlen sich bei der Entschädigung für NS-Zwangsarbeit gegenüber jüdischen Überlebenden benachteiligt. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wies am Dienstag in Heidelberg auf die unterschiedlichen Modalitäten bei der Zwangsarbeiterentschädigung hin. So hätten die Jüdische Claims Conference und die osteuropäische Partnerorganisation der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" im vergangenen Jahr an ihre Antragsteller schon jeweils rund 5113 Euro (10 000 Mark) ausgezahlt. Es handele sich dabei um die erste Rate der gesetzlich vorgesehenen bis zu 7669 Euro (15 000 Mark). Dagegen hätten die deutschen Sinti und Roma zunächst nur die Hälfte dieses Betrages erhalten sollen, kritisierte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose.

Bundesregierung darf vor gefährlichen Produkten warnen

Bundesverfassungsgericht entscheidet zum Glykol-Skandal

Die Bundesregierung darf die Bürger aktiv vor Gesundheitsrisiken warnen und zu dem Zweck auch Listen betroffener Produkte und ihrer Hersteller veröffentlichen. Das geht aus einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts hervor, das am Dienstag in Karlsruhe veröffentlicht wurde. Darin billigten die Richter die Herausgabe einer Namensliste im Glykolskandal aus dem Jahr 1985. Die Bundesregierung sieht sich damit in ihrer Politik bestätigt. Der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Alexander Müller, forderte die Union auf, nunmehr ihre "Blockadehaltung" gegenüber dem Verbraucherinformationsgesetz aufzugeben.

Kranke Seehunde können trotzdem dem Menschen gefährlich werden

Virus nicht übertragbar

Die Seehundstaupe ist nur für die Tiere selbst eine tödliche Gefahr. Das Virus ist nicht auf den Menschen übertragbar. Allerdings können kranke Seehunde auch dem Menschen gefährlich werden, denn der Biss der Wildtiere kann schwere Infektionskrankheiten übertragen.

Der Riesen-Bärenklau

Früher Zierpflanze, heute Plage

Der Riesen-Bärenklau kann drei bis vier Meter hoch werden. Die auch Herkules- oder Russenkraut genannte Pflanze stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Die Inhaltsstoffe des Bärenklaus (Furocumarine) bewirken bei Berührung eine Photosensibilisierung der Haut, die bei sonnigem Wetter zu erheblichen Reizungen und Rötungen mit verbrennungsähnlichen Symptomen führen kann.

Hunzinger wollte über CDU-Schatzmeisterin Entscheidungen beeinflussen

SWR-Bericht

Der Frankfurter PR-Berater Moritz Hunzinger hat nach Informationen des Südwestrundfunks (SWR) versucht, auf politische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Hunzinger habe 1994 zusammen mit der Böblinger CDU-Bundestagsabgeordneten und damaligen parlamentarischen Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion und Bundesschatzmeisterin der Partei Brigitte Baumeister vor dem anstehenden Börsengang der Telekom einer Bank einen Vorteil verschaffen wollen, berichtete der Sender am Dienstag.

0190-Boykott-Aufruf vorläufig verboten

Talkline ID gegen Verbraucherschützer

Die Verbraucherzentrale Hamburg darf vorläufig nicht mehr dazu aufrufen, Rechnungen für dubiose 0190-Angebote nicht zu bezahlen. Das Landgericht Köln erließ auf Antrag des "Servicenummer"-Betreibers Talkline ID am 25. Juli eine entsprechende einstweilige Anordnung. Die Verbraucherzentrale kündigte Widerspruch gegen die Anordnung an und verwies darauf, dass Talkline ID mit Abstand die Reklamationsstatistik der Verbraucherschützer anführe. Bei nahezu jeder Beschwerde über die oftmals betrügerisch eingesetzten 0190-Dialer sei Talkline ID beteiligt. Erst vor wenigen Monaten hatte der Bundesgerichtshof geurteilt, die von Talkline kassierten Deaktivierungsgebühren im Mobilfunk unrechtmäßig sind. Auch hatte Talkline letztes Jahr ein Kündigungsrecht des Kunden bei massiven Preiserhöhungen entgegen dem Gesetzeswortlaut schlicht bestritten.

Zahl der im Verkehr verunglückten Kinder gesunken

Positiver Trend bei Unfallzahlen 2001

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) ist erfreut über die sinkende Zahl der im Verkehr verunglückten und getöteten Kinder. Der positive Trend zeige, dass die Einrichtung von Tempo 30-Zonen und Informations- und Werbekampagnen für die Sicherheit von Kindern im Verkehr Wirkung zeigten. Doch die absolute Zahl von 231 getöteten und rund 43.000 verunglückten Kindern im Jahr 2001 sei immer noch dramatisch hoch. Es bestehe weiterhin dringender Anlass, große Anstrengungen für die Verkehrssicherheit von Kindern zu unternehmen.

Dialer und was dagegen getan werden kann

Gefahr Microsoft

Durch Dialer gefährdet sind bisher nur Windows-Rechner. Die Gefahr liegt in Internet Explorer und Outlook Express, die über Microsofts "ActiveX"-Methode unkontrolliert Software installieren können. Wer unbedingt diese Programme weiter nutzen will, sollte die Option "ActiveX" ausschalten: "Extras" > "Internetoptionen" > "Sicherheit" > "Stufe anpassen". Besser ist es, auf Alternativen wie Opera oder notfalls Netscape oder Mozilla umzusteigen. Linux-Nutzer sind gar überhaupt nicht betroffen - bei ihnen haben Dialer systembedingt keine Chance. In jedem Fall sollte man vor dem Mausklicken das Gehirn einschalten. Unaufgefordert versandte Software oder angeblich nötige Plug-ins sollten die Alarmglocken ebenso schrillen lassen wie Dateien mit doppelter Endung (etwa "toller_film.avi.vbs" - Windows zeigt in der Standardeinstellung nur "toller_film.avi" an).

60.000 Menschen für Soja-Krebs-Studie

Gesundheit

Mehr als 60.000 Menschen in Singapur nehmen an der bisher größten Studie über die positive Wirkung von Soja-Produkten in der Krebsvorsorge teil. Mit den ersten Ergebnissen rechnen die Forscher der National University of Singapur in fünf Jahren. Dann sollen die Resultate einer Studie, die 1991 im Fachmagazin Lancet veröffentlicht wurde, verifiziert oder falsifiziert werden. Diese Studie an lediglich 620 Probanden räumte Soja-Produkten eine äußerst positive Wirkung auf die Reduktion des Brustkrebsrisikos ein.

Umweltgefährliche Chemikalien erhalten neues Gefahrensymbol

Umweltgifte

Ab Dienstag müssen alle Chemikalien, die mögliche Gefahren für die Umwelt bergen, mit einem eigenen Warnsymbol und dem Wort "umweltgefährlich" gekennzeichnet sein. Bei dem Zeichen handelt es sich um einen toten Fisch und einen abgestorbenen Baum auf orangem Hintergrund. Das Symbol ist EU-weit gültig. Die möglichen Umweltauswirkungen beim Umgang mit gefährlichen chemischen Produkten waren für den Konsumenten bisher nicht in Form eines Gefahrensymbols und aus eigenen Warnhinweisen ersichtlich, teilte das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in einer Aussendung mit.

Greenpeace setzt Protest im Hamburger Congress Centrum fort

Wirbel um Tropenholzparkett

Greenpeace-Aktivisten haben heute morgen erneut gegen den Einbau von Tropenholz aus Mosambik im Hamburger Congress Centrum protestiert. Um gegen das Verlegen von 800 Quadratmetern Parkett aus nicht FSC-zertifiziertem Tropenholz im Foyer des Gebäudes vorzugehen, ketteten sich die Umweltschützer an die Parkettstapel und verhinderten so die Fortsetzung der Bauarbeiten. Mit dem Slogan "Hamburg tritt den Regenwald mit Füssen" fordern die Umweltschützer von Hamburgs Senat die Einhaltung des Beschlusses, nur noch FSC-zertifiziertes Tropenholz in städtischen Gebäuden zu verwenden. Letzte Woche hatte Greenpeace bereits gegen den geplanten Einbau des Mecrusse-Tropenholzes protestiert und im CCH symbolisch neun Quadratmeter heimisches FSC-Eichenparkett verlegt.

10.000 Euro für Energieprojekte

Energy Globe 2003 ausgeschrieben

Der oberösterreichische Energiesparverband hat den Energy Globe 2003 ausgeschrieben. Der Preis ist in jeder Kategorie mit 10.000 Euro dotiert und wird am 5. März zum vierten Mal im Rahmen einer internationalen Gala verliehen. Die Siegerprojekte werden auf der internationalen Konferenz "Weltenergiespartag 2003" und auf der Energiesparmesse vom 6. bis 9. März 2003 in Wels vorgestellt.