Erstes privat finanziertes Forschungszentrum in Berlin

Verein zur Förderung der Tagesklinik für krebskranke kinder

Das erste privat finanzierte Kinderkrebsforschungszentrum Deutschlands ist am Freitag in Berlin eröffnet worden. Der Verein zur Förderung der Tagesklinik für krebskranke Kinder sammelte dafür zwei Millionen Euro Spendengelder. Damit seien der 600.000 Euro teure Umbau eines Hauses auf dem Gelände der Berliner Charité, ein zehnköpfiges Forschungsteam und eine Laborabteilung finanziert worden, sagte die Vereinsvorsitzende Ellen von Hartz-Geitel bei der Eröffnung. Jährlich können zwischen 80 und 100 Kinder vor allem aus dem Raum Berlin und Brandenburg in der Klinik behandelt werden.

Der Forschungsschwerpunkt des Berliner Zentrums liegt bei Leukämie - und Hirntumorerkrankungen. So sollen Zellkulturen angelegt werden, die der Erforschung neuer Medikamente dienen. Ziel ist es, verträglichere Medikamente auf den Markt zu bringen, bei denen die Gefahr von Folgeerkrankungen ausgeschlossen werden kann. Außerdem will das Wissenschaftlerteam die jeweiligen genetischen Konstellationen der Kinder erforschen, um den genetischen Ursprung der Leukämie vollends aufzudecken.