Künast zeichnet Öko-Betriebe aus

Ökolandbau

Der mit insgesamt 25 000 Euro dotierte Förderpreis Ökologischer Landbau ist am Freitag auf der Grünen Woche in Berlin an drei Betriebe vergeben worden. Die Auszeichnung ging an die Demeter-Imkerei Friedmann aus Steinheim in Baden-Württemberg, den Naturland-Betrieb Bergische Fischzuchtanstalt Rameil im nordrhein-westfälischen Lindlar und den Bioland-Betrieb Weiland im hessischen Witzenhausen. Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) überreichte die Preise, die zum dritten Mal vergeben wurden.

Die drei ausgezeichneten Betriebe seien wegweisend für die ökologische Tierhaltung, sagte die Ministerin. Mit viel persönlichem Einsatz hätten die Preisträger innovative, besonders tiergerechte Haltungsverfahren entwickelt, die die ökologische Landwirtschaft weiter voran brächten. Künast verwies darauf, dass sich die Biobranche weiterhin auf Wachstumskurs befinde. "Fernziel" sei es nach wie vor, den Anteil des ökologischen Landbaus an der gesamten Landwirtschaft auf 20 Prozent zu erhöhen. Derzeit liegt der Anteil an

Öko-Produkten am gesamten deutschen Lebensmittelumsatz unter drei Prozent.

Die Imkerei Friedmann als größte deutsche Demeter-Imkerei erhielt die Auszeichnung für eine besonders bienengerechte und ökologische Imkerei sowie das Engagement für die Förderung der biologischen Vielfalt. Die Bergische Fischzuchtanstalt Rameil wurde für die Entwicklung eines Verfahrens der ökologischen Forellenzucht ausgezeichnet. Beim Bioland-Betrieb Weiland wurde dessen umwelt- und tiergerechtes Freilandhaltungsverfahren von Hühnern prämiert. Die drei Betriebe wurden zudem mit einen Zusatzpreis der Zukunftsstiftung Landwirtschaft in Höhe von insgesamt 7500 Euro geehrt.