Homosexuelle fordern Gesetz gegen Diskriminierung

Gleiches Recht für alle

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) fordert von der Bundesregierung die zügige Umsetzung des vor der Wahl versprochenen Antidiskriminierungsgesetzes. Im Fall eines Abrückens von dem Versprechen müsse die Bundesregierung mit massiven Protesten der Lesben und Schwulen rechnen, erklärte der LSVD nach einem Verbandstag am Sonntag in Köln. Ergänzend mahnte der LSVD eine Überarbeitung des Lebenspartnerschaftsgesetzes an.

Juncker will europäische Armee

EU

Angesichts der Irak-Krise plädiert Luxemburgs Ministerpräsident Jean-Claude Juncker die Einsetzung eines europäischen Außenministers und die Schaffung einer europäischen Armee. Die Europäer hätten im Irak-Konflikt "ein Schauspiel abgeben, das nach allem aussah, nur nicht nach gehobener Staatskunst", sagte Juncker, der dienstältester Regierungschef der EU ist. Alle europäischen Regierungschefs seien sich bewusst, "dass wir als EU versagt haben". Deshalb würden aber auch alle in Zukunft größte Energien darauf verwenden, eine Wiederholung zu vermeiden.

NGOs fordern Aufschub der Flutung von chinesischem Staudamm

Drei-Schluchten-Staubecken

Aus Sorge über drohende Gewaltanwendungen bei der bevorstehenden Flutung des Drei-Schluchten-Staubeckens in China wenden sich Nichtregierungsorganisationen an die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen in Genf. China soll durch eine Resolution zum Aufschub der Flutung aufgefordert werden, solange die Umsiedlungsprobleme nicht zufriedenstellend gelöst seien. Obwohl bisher nur 640.000 der 1,2 bis 1,9 Millionen Betroffenen umgesiedelt seien worden, soll nach Auskunft des chinesischen Informationsbüros am 10. April mit der Auffüllung des Stausees begonnen werden.

Industrieanlagen in Deutschland nicht ausreichend gesichert

Bundesumweltministerium

Das Bundesumweltministerium hat die Betreiber von Industrieanlagen in Deutschland aufgefordert, die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen für ihre Anlagen konsequent umzusetzen. Das Bundesumweltministerium habe damit auf Informationen reagiert, dass es offenbar unbefugten Personen problemlos gelungen sei, Betriebsgelände, auf denen sich gefährliche Industrieanlagen befinden, zu betreten. Bei acht Versuchen sei es den Reportern, die für das ARD-Magazin „Fakt“ recherchierten, sechsmal gelungen, ungehindert in den Sicherheitsbereich zu gelingen.

Brennende Ölquellen verursachen Atemnot

Umwelt im Irak

Der giftige Rauch von brennenden Ölquellen im Südirak, sowie von ölgefüllten Gruben und durch Bomben entfachten Bränden in Bagdad ist der bislang eindeutigste Beweis dafür, dass der Krieg die ohnehin schon angegriffene Umwelt des Landes noch weiter schädigt. So lautet die am Montag vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP veröffentlichte Stellungnahme. Ein weiterer Beweis sei die Zunahme der Plankton-Produktivität an der Mündung des Shatt al-Arab, der einzigen Flussmündung des Iraks zum Golf. Die UNEP überwacht zurzeit das Geschehen im Irak, um mögliche Umweltrisiken zu identifizieren.

Gütesiegel für Eier ausgezeichnet

Tierschutz

In Deutschland werden rund 80% der Legehennen in Käfigen gehalten, pro Kopf und Jahr werden durchschnittlich 220 Eier in Deutschland verzehrt. Rund um Ostern steige der Eierabsatz. Daher zeichnet die Verbraucher Initiaitve e.V. das KAT-Prüfsiegel als "Label des Monats April" aus. Durch das Prüfsiegel könnten Verbraucherinnen und Verbraucher leicht erkennen, ob Eier zum Beispiel aus Boden- oder Freilandhaltung stammten. Umfragen zufolge lehnen über 90% die Käfighaltung von Legehennen ab.

Frankfurter Appell 2003

IPPNW

Wir dokumentieren den Gesamttext der Resolution der Mitgliederversammlung der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in Sozialer Verantwortung e.V.:

EU-Länder wollen Ein-Hüllen-Tanker nun ab 2010 verbieten

Nach der Ölkatastrophe

"Europa hat heute einen Durchbruch für mehr Sicherheit auf See gemacht", sagte der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Ralf Nagel am Donnerstag in Brüssel. Deutschland habe als Küsten- und als Flaggenstaat großes Interesse an verbesserter Sicherheit in der Seeschifffahrt. Daher werte man die Ergebnisse der Beratungen im Rat als "großen Erfolg". Sobald die entsprechende Verordnungsänderung in Kraft trete, dürften Einhüllentanker mit Schweröl europäische Häfen nicht mehr anlaufen. Außerdem habe man sich darauf verständigt, sich gemeinsam innerhalb der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) für deutlich verkürzte Ausphasungsfristen von Einhüllentankern weltweit einzusetzen. Statt der bisher vorgesehenen Frist bis 2015 soll eine Ausphasung bereits bis 2010 erreicht werden.

Mehr als 6.000 Einsprüche gegen den Ausbau der Gronauer Atomfabrik

Urananreicherungsanlage Gronau

Vertreter vom Arbeitskreis Umwelt Gronau, ROBIN WOOD und BBU haben am Donnerstag im Düsseldorfer Energieministerium über 6.000 Einsprüche gegen den beantragten Ausbau der bundesweit einzigen Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau übergeben. Die UAA in Gronau soll - trotz des beschlossenen Atomausstiegs – künftig derart erweitert werden, dass dort jährlich Uran für den Betrieb von mindestens 34 Atomkraftwerken vorbereitet werden kann. Zudem ist geplant, neben der UAA in Gronau ein "Zwischenlager" für ca. 60.000 Tonnen Uranoxid zu bauen und noch mehr giftiges und radioaktives Uranhexafluorid in Fässern unter freiem Himmel zu lagern.

TU Berlin bietet Studentisches Wissen zum Umweltschutz im Internet an

Studien- und Diplomarbeiten zum Umweltschutz

Seit Anfang des Jahres bietet die TU Berlin einen neuen Service an: Auf dem neu geschaffenen "Marktplatz" der Studien- und Diplomarbeitsbörse Umwelt (SDB Umwelt) bieten Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen jetzt auch ihre umweltbezogenen Arbeiten an. In diesem Angebotskatalog können Unternehmen, Umweltverbände, Forschungseinrichtungen und recherchieren und bei Interesse die entsprechenden Arbeiten für 30 bis 45 Euro erwerben. Wie bisher werden von der Börse auch Themen und Firmenkontakte für umweltrelevante Studien, Diplomarbeiten und Praktika vermittelt.

CD-ROM dokumentiert Folgen von 10 Jahren Bundesdeutscher Flüchtlingspolitik

Asylpolitik

Die Antirassistische Initiative Berlin (ARI) bringt in 10. Auflage eine aktuelle Bilanz der bundesdeutschen Flüchtlingspolitik von 1992 bis 2002 heraus. Die Chronologie umfaßt Todesfälle und Verletzungen bei Grenzüberquerungen; Selbsttötungen, Selbsttötungsversuche und Verletzungen von Flüchtlingen aus Angst und auf der Flucht vor Abschiebungen; Todesfälle und Verletzungen vor, während und nach Abschiebungen.

Frühjahrs-Jagd auf Grizzlybären in Kanada beginnt mit vielen deutschen Jägern

Wildtiere

Anfang April wird in British Columbia (BC, Kanada) die Jagdsaison auf den Grizzly, den nordamerikanischen Braunbären, wieder beginnen - allen Protesten von Wissenschaftlern und Naturschützern zum Trotz. Hunderte Bären werden in BC jährlich von Trophäenjägern erlegt. Deutsche nehmen hierbei nach US Amerikanern eine traurige Spitzenposition ein. Experten befürchten, dass die Jagd die Grizzlybestände unwiderruflich dezimiert. Sie kritisieren, dass die offiziellen Jagdquoten überhöht sind und zudem nicht eingehalten werden. Die Münchner Artenschutzorganisation Pro Wildlife fordert deshalb, die Einfuhr von Grizzly-Trophäen nach Deutschland und in die EU zu verbieten. Ein entsprechender Entschluss würde wesentlich zum Erhalt der bedrohten Tiere beitragen.

Demonstranten fordern: Keine Kriegsbefehle mehr aus US-Zentrale in Stuttgart

Protest gegen den Irakkrieg

Mit einer Menschenkette um die Stuttgarter Kommandozentrale European Command (EUCOM), die Patch-Barracks, werden am Samstag, 29. März, Tausende besorgte Bürgerinnen und Bürger für die sofortige Beendigung des Irak-Kriegs und die Schließung des US-Hauptquartiers eintreten. "Wir werden mir dieser Aktion deutlich machen, dass der Krieg viel näher ist, als viele meinen: nicht am Fernseher als Gameshow, sondern direkt vor unserer Haustüre in Stuttgart" meint Roland Blach, Landesgeschäftsführer der DFG-VK und einer der Organisatoren der Kette.

Befürworter des Saalekanals arbeiten mit gezielten Falschinformationen

Flussausbau

Der Verein zur Hebung der Saaleschifffahrt (VHdS) arbeite offensichtlich mit Falschinformationen, um bei Politikern die Zustimmung zum Bau eines Saalekanals zwischen Calbe und der Mündung zu erwirken, für den die Baukosten 80 Millionen Euro betragen sollen. Anlässlich eines Besuches bei der Solvay-Soda Deutschland GmbH in Bernburg wurde dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Manfred Püchel mitgeteilt, die „Umweltverträglichkeit des Kanalprojektes“ sei „gesichert“. Das Bundesamt für Naturschutz Bonn (BfN), so heißt es in der VHdS-Mitteilung, habe eine entsprechende Bewertung des Bauvorhabens abgegeben. Auf Anfrage des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) teilte das BfN hingegen mit: "Diese Aussage entbehrt jeder Grundlage." Das Bundesamt kündigte eine umgehende schriftliche Richtigstellung an.

Israelische Behörden ordnen Demontage eines Radio-Senders wegen Krebs an

Elektrosmog

"Elektrosmognews" meldet, Israelische Behörden hätten die Demontage aller Antennen des Hillel-Senders angeordnet. Die Sendeleistung war 1999 reduziert, die Antennen 2002 abgeschaltet worden. Jetzt solle ein neuer Platz für den umstrittenen Sender gefunden worden, der für eine Vielzahl von Krebsfällen und Fehlgeburten verantwortlich gemacht wird. Die thermischen ICNIRP-Grenzwerte wurden eingehalten. Die israelische Öffentlichkeit wurde durch eine ausführliche mehrseitige Reportage der größten israelischen Tageszeitung "Yediot Ahronot" vom 15.03.2003 auf die Krebshäufungen aufmerksam.

Oberstleutnant der Bundeswehr über "Diese Tätigkeit des Mordens"

Jürgen Rose

Der "Freitag" vom 28.03.2003 veröffentlichte einen Artikel des Diplom Pädagogen Jürgen Rose, der Oberstleutnant der Bundeswehr ist. Er vertritt in diesem Beitrag nur seine persönlichen Auffassungen über die UN-Charta, den NATO-Vertrag, das Grundgesetz, das Soldatengesetz und der KSZE-Kodex von 1994. Sie verbieten nach seiner Auffassung jede deutsche Hilfe für das Kollektivverbrechen Krieg. Wir veröffentlichen den Artikel leicht gekürzt.

Warum der britische Aussenminister das Kabinett verließ

Robin Cook

Der ehemalige britische Außenminister begründet seinen Rücktritt als Fraktionsvorsitzender der Labor-Partei im Freitag vom 28.03.2003.

Augenzeugenbericht aus Bagdad - das amerikanische Waffenarsenal

Robert Fisk

Der amerikanische Journalist will mit seinem Bericht aus Bagdad den Opfern ein Gesicht geben. Und er listet die US-amerikanischen Waffen auf, die im Irak eingesetzt werden. Aus dem Freitag vom 28.03.2003.

Motoröl aus Pflanzen ist zukunftsfähig

Treibstoff ohne Zündstoff

Das Motoröl der Zukunft ist pflanzlicher Herkunft, behaupten Forscher des US- Landwirtschaftsministeriums. Chemikern sei es gelungen, eine chemisch modifizierte Version von Speiseöl herzustellen. Es solle eine "grünere" Alternative zu herkömmlichen Motorölen, die auf Petroleum basieren, darstellen. Dessen schützenden Eigenschaften übertreffe es sogar. Das Öl könne bereits in fünf Jahren auf dem Markt sein, berichtet der Chemiker Atanu Adhvaryu auf dem 225. Treffen der American Chemical Society in New Orleans.

Kein Krieg mehr in Musikvideos

Gewalt im Fernsehen

MTV Europe will den Krieg aus seinem Programm verbannen. Wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, sei der europäische Ableger des Musiksenders in einem internen Memo aufgefordert worden, Videos und Songs mit heiklem Inhalt zu vermeiden. Damit seien nicht nur direkte Bezüge zum Irak-Konflikt gemeint, sondern auch die Vermeidung jeden Bezugs zu Krieg und Gewalt. Sowohl Videos mit diesbezüglichen Inhalt als auch Songs mit entsprechenden Texten sollen während des Irak-Krieges auf MTV nicht gespielt werden.