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Klima- und Gesundheitsschutzschutz durch weniger giftige Dämpfe beim Tanken

Ab 1.4.2003

Tankstellen, die ab dem 1.April 2003 modernisiert werden oder neu erbaut in Betrieb gehen, müssen mit einer automatischen Überwachung für die Gasrückführung an Zapfpistolen ausgestattet sein. Hierauf weist das Umweltbundesamt (UBA) hin. Für bestehende Tankstellen gelten Übergangsfristen bis zum 31. Dezember 2007 – gestaffelt nach der Höhe des Benzinumschlags: Je höher der Absatz, desto früher muss das Umrüsten erfolgen. Damit sollen die bereits seit 1993 vorgeschriebenen Saugrüssel-Systeme an Tankstellen deutlich verbessert werden.

Als „Saugrüssel“ werden die in den 90er Jahren eingeführten Zapfpistolen mit Gasrückführung bezeichnet. Sie dienen dazu, die beim Tanken entweichenden Kraftstoffdämpfe abzusaugen und in den Lagertank der Tankstelle zurückzuführen. Wegen mangelhaft arbeitender Saugrüssel-Systeme setzen Tankstellen jedoch immer noch tausende Tonnen klimaschädigender und gesundheitsgefährdender Kraftstoffdämpfe – vor allem flüchtige Kohlenwasserstoffe, wie das krebserregende Benzol – frei.

Mit der nunmehr vorgeschriebenen stufenweisen Einführung automatischer Überwachungssysteme für die Gasrückführung soll dieser Makel beseitigt werden. Zukünftig müssen nicht instand gesetzte Saugrüssel-Systeme an Zapfsäulen nach 72 Stunden automatisch stillgelegt werden.

Bis auf eine geringe Anzahl kleinerer, älterer Tankstellen mussten alle Tankstellen zum Ende des Jahres 1997 mit der Saugrüssel-Technik ausgestattet werden. Das ist erfolgt. Kontrollen der Bundesländer hatten aber ergeben, dass fast die Hälfte der Saugrüssel nicht einwandfrei funktionierte. Die „Saugrüssel-Verordnung“ schreibt nun strengere Regeln vor. Mit der verbesserten Funktionsfähigkeit der Saugrüssel-Systeme können die Emissionen an klimaschädigenden Kohlenwasserstoffen bis zum Jahr 2010 um 5.000 Tonnen gesenkt und damit auch der Ausstoß von etwa 40 Tonnen krebserregenden Benzols vermieden werden.

Das UBA schätzt den Aufwand für den Einbau einer automatischen Überwachungseinrichtung für eine Zapfsäule auf rund 2 000 Euro (Kosten für System und Einbau). Ist die Installation erfolgt, verlängert sich die jährlich vorgeschriebene Überprüfung durch einen Fachbetrieb auf ein Intervall von zwei Jahren. Das spart wiederum Kosten.

Am 18-03-2003

EU-Mitgliedsstaaten sollen Ureinwohnerkonvention beitreten

EU-Entwicklungskommissiar Poul Nielson legte zum Abschluss einer dreitägigen "Aussprache"-Konferenz in Brüssel, bei der Vertreter indigener Völker der Europäischen Kommission ihre Entwicklungsvorstellungen vortrugen, den EU-Mitgliedsstaaten nahe, ernsthaft den Beitritt zur Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über indigene und in Stämme lebende Völkern in Erwägung zu ziehen. Es handelt sich um das einzige verbindliche internationale Rechtsinstrumente, das die grundlegenden Rechte und Freiheiten indigener Völkern regelt. Der Vorschlag wird von indigener Seite nachhaltig begrüßt. Eine entsprechende Forderung wird auch vom Klima-Bündnis, das gemeinsam mit seinen indianischen Bündnispartnern aus Amazonien an der Konferenz teilnahm, seit Jahren erhoben. Die Niederlande haben diesen Schritt auch ohne Indigene im eigenen Land vollzogen. In Deutschland tritt man auf der Stelle. Hier droht der Betritt daran zu scheitern, dass das Verteidigungsministerium seine Tiefflüge über von Indigenen bewohnten kanadischem Gebiet im Rahmen der NATO einstellen und das Wirtschaftsministerium Probleme mit den Hermes-Bürgschaften kommen sehen könnte.

Dies war einer von mehreren Vorschlägen, die Nielson zur weiteren Umsetzung der 1998 vom Ministerrat verabschiedete Entschließung zur EU-Entwicklungszusammenarbeit mit indigenen Völkern machte. Weitere betrafen Folgenabschätzungen von Entwicklungsprojekten für indigene Völker, die im Fall von Großvorhaben nicht selten Negativbilanzen aufweisen, oder auch die Aufklärung des eigenen Kommissionsstabs über die besonderen Anliegen der früher als "Eingeborene" bezeichneten indigenen Völker.

Die "Aussprache" fand zu einem Zeitpunkt statt, als der Rechenschaftsbericht der Kommission zur Umsetzung der Indigenen-Entschließung den Ministerrat bereits passiert hatte und indigene Stellungnahmen darauf keinen direkten Einfluss mehr haben können. Nielson verwies auf die Zukunft und auf neue Initiativen, die die kommende dänische Präsidentschaft schon in Planung habe.

Am 24-06-2002

Duales System

Rund 9,6 Kilowattstunden Strom verbraucht ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt jeden Tag für den Betrieb von Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher und Co. Dieser Bedarf entspricht etwa der Energiemenge, die durch das Recycling von drei Gelben Säcken voll gebrauchter Verpackungen mit dem Grünen Punkt eingespart wird. Um den Umweltnutzen des Verpackungsrecyclings vollständig transparent zu machen, hat das Duale System in diesem Jahr erstmals eine ökologische Analyse des Recyclings sämtlicher Verpackungsmaterialien erstellt, die die Einsparung an Primärenergie und klimarelevanten Treibhausgasen aufzeigt. So wird der ökologische Beitrag deutlich, den das richtige Trennen von Verpackungen erbringt. Die erweiterte Umweltleistungsbilanz basiert auf Daten für die Sammlung, Sortierung und Verwertung aller Verpackungen im Jahr 2002. Neben Leichtverpackungen (Aluminium, Kunststoff, Verbunde und Weißblech) wurden auch Verpackungen aus Glas und Papier in die Berechnungen einbezogen. Insgesamt betrug die Einsparung an

Primärenergie 67,5 Milliarden Megajoule. Das Recycling von Verpackungen leistete im letzten Jahr auch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Der Ausstoß von 1,5 Millionen Tonnen klimaschädlicher Treibhausgase, wie zum Beispiel Kohlendioxid, konnte vermieden werden. Das würde den Emissionen von 1,16 Milliarden gefahrenen Kilometern von Stadtbussen entsprechen - der Fahrleistung der Linienbusse des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr in sechs Jahren.

Hans-Peter Repnik, Vorstandvorsitzender des Dualen Systems, wies auf der heutigen Pressekonferenz in Bonn darauf hin, dass aufgrund der Pfandpflicht für Getränkeverpackungen qualitativ gut und preiswert zu recycelnde Materialien aus dem Dualen System herausgefallen seien. "Unsere Herausforderung ist es daher, trotz der verschlechterten Rahmenbedingungen die ökologische Gesamtleistung des Systems weiter zu steigern. Dies werden wir durch den Einsatz neuer Verfahren und Technologien auch erreichen." Darüber hinaus sei der Grüne Punkt verstärkt auf die Unterstützung der Verbraucher angewiesen, die durch sorgfältiges Trennen der Verpackungen die Voraussetzung für hochwertige Recyclingprodukte schaffen.

Jeder Bundesbürger hat im letzten Jahr im Durchschnitt 76,7 Kilogramm Wertstoffe zu den Sammelbehältern des Dualen Systems gebracht (2001: 76,6 Kilogramm) und so zur Einsparung von Ressourcen beigetragen. Die zehnte Umweltleistungsbilanz des Dualen Systems für die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen im Jahr 2002 verzeichnet unter dem Strich einen leichten Anstieg der Sammelmenge gegenüber dem Vorjahr um knapp 31 Tausend Tonnen auf 6,32 Millionen Tonnen. Insgesamt sind seit Bestehen des Dualen Systems mit Hilfe der umweltbewussten Verbraucher über 52 Millionen Tonnen Verpackungen geprüft in die Verwertung gegangen.

Am 05-05-2003

Flussausbau

Das BUND-Projekt "Dialog im Boot 2003" wurde am Wochenende nach insgesamt 155 zurückgelegten Flusskilometern und über 200 Teilnehmern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Politik erfolgreich beendet. Das anhaltende Niedrigwasser bereitete der Schlauchboottour keine Schwierigkeiten. Doch gerade das Thema Klimawandel rückte in den Mittelpunkt der letzten Etappe von Roßlau nach Brambach.

Dazu sagte Prof. Dr. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgeforschung: "Die globale Erwärmung wird wahrscheinlich sowohl zu einem verstärkten Hochwasserrisiko als auch zu vermehrten Niedrigwasserperioden im Osten Deutschlands führen. Bei der Planung von Wasserstraßen muss deshalb der Klimawandel berücksichtigt werden". Der BUND fordert deshalb den Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe auf, vordringlich die Auswirkungen des Klimawandels auf die Perspektiven der Elbschifffahrt zu prüfen.

Sowohl Hochwasser als auch Niedrigwasser erschweren den Güterverkehr auf dem Wasser. Gerade die erwartete Zunahme von extremen Witterungsereignissen beeinträchtigt die Verlässlichkeit dieses Verkehrsträgers. Wenn in der Elbe voraussichtlich auch in der Zukunft über viele Monate im Jahr Wassermangel herrschen sollte, macht es wenig Sinn, Millionen Euro in den Wasserstraßenausbau zu stecken. Technisch perfekt ausgebaute Wasserstraßen sind ohne Schiffe nutzlos. Auch der 80 Mio. Euro teure Saale-Elbe-Kanal wäre eine absehbare Fehlinvestition, wenn die Schiffe vielleicht auf der Saale, nicht aber auf der Elbe vorankämen. Seit Monaten ist der Güterverkehr auf der Elbe praktisch zum Erliegen gekommen.

Der BUND sieht sich in seiner bisherigen Position bestätigt: Weder der Abtrag des Domfelsens noch ein weiterer Verbau der Flussufer hätten an diesem Wassermangel und dem Stillstand der Güterschifffahrt etwas ändern können, so der BUND.

Die Perspektiven der Elbe sieht der BUND weniger in der Nutzung als Wasserstraße, sondern vielmehr in der von der Deutschen Umwelthilfe vorgeschlagenen Entwicklung der Elbe zur UNESCO-Weltkulturlandschaft. Die Elbe würde dann mit der Loire, dem Baikalsee und dem Grand Canon gleichrangig auf der Welterbeliste stehen und an internationaler Attraktivität gewinnen.

Am 25-08-2003

Kanzlergespräch zur Energiepolitik

Mit scharfer Kritik hat ein breites Bündnis von Umweltverbänden das am Donnerstag stattfindende Kanzlergespräch zur Energiepolitik kommentiert. Das Treffen sei eine "Kanzler-Kungelrunde mit Klima- und Jobkillern". Die Verbände sind der Auffassung, dass ein Gespräch ausschließlich mit der Atom-, Kohle- und Industrielobby das falsche energiepolitische Signal aussende. Die Vertreter erneuerbarer Energien und Umweltorganisationen gehörten ebenfalls an den Verhandlungstisch.

Auf die schriftliche Bitte der großen Umwelt-, Verbraucher- und Wirtschaftsverbände sowie von Gewerkschaften, den Teilnehmerkreis um Vertreter umweltfreundlicher Energien auszuweiten, sei vom Kanzleramt nicht reagiert worden. Die Absicht der Großindustrie scheine klar: Zum einen solle die Energiewirtschaft von Verpflichtungen zum Klimaschutz verschont bleiben. Zudem solle erreicht werden, dass im europäischen Klimaschutzinstrument Emissionshandel der Klimakiller Kohle eine Schutzklausel erhalte. Zusätzlich wollten sich die vier großen deutschen Stromversorger den angeblichen Atomausstieg nochmals vergolden lassen. Die Lasten dafür müssten dann kleinere Energieversorger und die Steuerzahler tragen. Außerdem beabsichtigten die vier Stromversorger, ihre Marktanteile gegen die nachhaltigen Energieträger Wind, Sonne, Biomasse, Wasserkraft und Erdwärme abzuschotten. Wenn jetzt die Weichen falsch gestellt würden, könne sich Deutschland für die nächsten Jahrzehnte keine ehrgeizigen Klimaschutzziele mehr setzen. Diese seien nur erreichbar, wenn man sich von der Kohle verabschiede, die Energieeffizienz verbessere und erneuerbare Energien ausbaue. Bis 2030 ließe sich so in Deutschlands Stromsektor der Kohlendioxidausstoß halbieren.

Die Verbände forderten Bundeskanzler Gerhard Schröder und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement auf, den Bekenntnissen zu Klimaschutz und erneuerbaren Energien jetzt Taten folgen zu lassen. Dazu gehöre eine ökologisch integre nationale Umsetzung des EU-Emissionshandelssystems mit ehrgeizigen Minderungszielen für das Treibhausgas CO2 und die konsequente Förderung umweltfreundlicher Stromerzeugung.

Das Bündnis, dem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), die Fördergemeinschaft für Umwelt, Bildung und Arbeit (FUBA), Germanwatch, der Naturschutzbund NABU, ROBIN WOOD und der WWF Deutschland angehören, wie die Angriffe von Clement gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurück. Offensichtlich sei der Minister bestrebt, mit falschen Argumenten insbesondere contra Windenergie von Subventionen für die naturzerstörende und klimaschädliche Kohleverstromung abzulenken.

Das EEG habe in Deutschland zu einem international einmaligen Erfolg bei der technologischen Entwicklung erneuerbarer Energien geführt. Inzwischen seien über 130 000 Arbeitsplätze in diesem Bereich geschaffen worden. Eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik sei nur mit erneuerbaren Energien möglich.

Absurd sei auch der Vorschlag des IGBCE-Vorsitzenden Hubertus Schmoldt, neue Atomkraftwerke an der Küste zu bauen. Das deute darauf hin, dass die Atomenergie wieder salonfähig gemacht werden solle. Dahinter stehe der Versuch, mit der gefährlichen Atomkraft den globalen Klimaschutz-Verpflichtungen auszuweichen. Während der Kanzlerrunde wollen die Verbände am Bundeskanzleramt gemeinsam für mehr Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien demonstrieren.

Am 18-09-2003

Prognose

Auf dem internationalen "Zukunftspodium Automobil" in Luzern diskutierten am Mittwoch Experten die Zusammenhänge von Klimawandel, Ölreserven sowie notwendige neue Denkansätze zur Mobilität in Industrie und Gesellschaft. Nach Prognosen von British Petroleum werde der weltweite Fahrzeugbestand von heute rund 800 Millionen Autos bis zum Jahr 2050 auf rund 2 Milliarden Fahrzeuge steigen. Noch vor gut 40 Jahren betrug der globale Fahrzeugbestand erst 60 Millionen Autos. Zugleich werde die weltweite Energienachfrage bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent zunehmen. Nach wie vor werde Erdöl dabei den größten Teil des globalen Energiebedarfs decken.

Steigende Ölpreise und Klimaerwärmung

"Erdöl wird es auch in diesem Jahrhundert zur Genüge geben", sagte Marcel Krämer, Generaldirektor von Britisch Petroleum (BP) Schweiz. Auf dem Zukunftspodium Automobil ließ Krämer jedoch offen, welchen Preis Öl eines Tages haben wird. Die Herausforderungen an Industrie, Politik und Gesellschaft seien gewaltig. Denn für die globale Erwärmung in diesem Jahrhundert bedeute der vermehrte CO2-Ausstoß laut Krämer einen prognostizierten Anstieg um bis zu fünf Grad Celsius und mehr. Dieser Entwicklung dürfe man nicht tatenlos zusehen, appellierte Krämer vor Vertretern der internationalen Industrie- und Finanzwirtschaft.

Die drohenden Umweltkatastrophen als Folge der zunehmenden globalen Erwärmung und steigenden CO2-Emission, "können wir uns derzeit nicht einmal ausmalen", warnte Krämer. Der Hurrikan Katrina habe lediglich "einen ersten Vorgeschmack geliefert". Um den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, dürfe es im Jahr 2050 nur ebenso viel an schädlichen CO2-Emissionen geben wie bereits heute.

Verantwortung der Autoindustrie Für den Branchenkritiker Daniel Goeudevert und ehemaligen Automobilmanager bei Citroën und Renault sowie früheren Vorstand bei Ford und Volkswagen sei eine Entschärfung des sich zuspitzenden ökologischen Problems neben der Politik auch Aufgabe und Verantwortung der Automobilindustrie. Das Antriebssystem für das Auto sowie eine drastische Verringerung der CO2-Emission werden hierbei entscheidend sein. Derzeit sehe Goeudevert bei immer mehr PS und steigendem Fahrzeuggewicht jedoch nur Halbherzigkeit. Die Branche sei eingeklemmt zwischen Absatzproblemen, Kostendruck, hohen Treibstoffpreisen und wachsendem Klimaproblem.

Solange die Klimaänderung nicht durch eine Katastrophe auch in Europa spürbar werde, "werden wir notwendiges Handeln weiterhin nur durch Geldspenden für die Opfer ersetzen" mahnte Goeudevert. Zwar besitze die Industrie die Fähigkeit, neue Konzepte auch wirkungsvoll umzusetzen, doch vermisse er "den tatsächlichen Willen". Nicht ohne Lob zugleich: "In Europa haben wir die mit Abstand besten Automobilingenieure. Wenn es gelingt, diese Engineering-Fähigkeit in zukunftsorientierte und dem Markt gerechte Produkte umzusetzen, dann sind wir wieder die Weltmeister".

Auswege bekannt aber wenig genutzt Es gebe erste Erfolge. So lief bisher der Ausstoß von CO2-Emissionen mit der steigenden Kilometerfahrleistung des Verkehrs synchron, nun sei es erstmals gelungen, diese Abhängigkeit zu entkoppeln und den Anstieg der CO2-Emission zu dämpfen. "Die Kurven Kilometerleistung und CO2-Emission driften langsam auseinander", sagte Detlef Frank, Vorsitzender des Berliner Instituts für Mobilitätsforschung ifmo. Dies sei "ein Schritt in die richtige Richtung", so Frank.

Trotz aller Anstrengungen der Autoindustrie, den Schadstoffgehalt der Abgase durch Katalysatoren und optimierte Motoren zu verringern und den spezifischen Verbrauch weiter zu senken, komme die Industrie nicht umhin, vollkommen neue Lösungen zu entwickeln, um eine ökologische und kreislaufgeführte, nachhaltige Mobilität zu erzielen. Wasserstoff als Treibstoff der Zukunft gelte hierbei langfristig als der attraktivste Weg. Die Technik dazu sei vorhanden, doch werde der Aufbau entsprechender Infrastrukturen viele Jahrzehnte dauern. Konsens bestand darin, dass es verstärkt Alternativen zum Erdöl geben werde, um den langen Weg bis ins Wasserstoffzeitalter zu überbrücken. Treibstoffe aus Biomasse würden hierbei schon heute ein hohes Potenzial bieten, das sich auch kurzfristig realisieren ließe. Eines jedoch sei heute schon sicher, sagte Frank: "Mobilität fordert künftig einen höheren Preis".

Am 16-11-2005

Am 18. Mar. 2003 unter:

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