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World Vision hilft Flüchtlingen in Liberias Hauptstadt

Bürgerkrieg in Afrika

In den westlichen Vororten von Liberias Hauptstadt Monrovia wird weiterhin gekämpft. Die Situation im Zentrum der Stadt, das inzwischen mit Flüchtlingen überfüllt ist, bleibt äußerst gespannt, auch wenn der Ablauf des Ultimatums an Präsident Charles Taylor noch keine sichtbaren Folgen hatte. Trotz der Schießereien und zahlreicher Plünderungen gelang es den World Vision-Mitarbeitern gestern, Medikamente in das zentrale Sportstadium zu bringen, wo inzwischen mehr als 15.000 Menschen Zuflucht gesucht haben. Die Medikamente werden zur Behandlung von Malaria, Diarrhoe und Kriegsverletzungen benötigt.

Die Regierung hat den Flüchtlingen zwar Reis zur Verfügung gestellt, doch fehlt proteinhaltige Nahrung und vor allem sauberes Wasser. "Hier kann jeden Augenblick eine Cholera-Epidemie ausbrechen", befürchtet der für World Vision tätige Arzt Dr. Moses Jeuronlon. In den nächsten beiden Tagen will er zusammen mit dem Gesundheitsministerium vier weitere Auffanglager besuchen, um dort die Nöte im Gesundheitsbereich zu ermitteln. Das World Vision -Büro in Monrovia hat noch Medikamente und andere Hilfsgüter vorrätig, um weiteren Flüchtlingen helfen zu können.

Banken und Geschäfte in Monrovia sind geschlossen. Überall kampieren verängstigte Menschen. Den aus Westafrika angereisten Vermittlern, die den abgebrochenen Friedensprozess wieder in Gang bringen wollen, bringen die meisten Liberianer wenig Vertrauen entgegen. Viele fordern die rasche Entsendung einer internationalen Eingreiftruppe nach Liberia. Dies berichten lokale Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Vision, die sich heute etwas freier in Monrovia bewegen konnten als in den vergangenen Tagen.

World Vision Deutschland beteiligt sich an der Nothilfe für Binnenflüchtlinge. Die Bundesregierung finanziert zusammen mit der Hilfsorganisation die Grundversorgung von Binnenflüchtlingen in und um Monrovia. Das Programm stellt unter anderem Hygieneartikel und Medikamente zur Verfügung und wird dem aktuellen Bedarf angepasst.

World Vision bittet um Spenden für die Flüchtlinge in Liberia bei der Volksbank Frankfurt (BLZ 501 900 00) Kontonummer: 20 20 Stichwort: Flüchtlingshilfe Liberia.

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